LeibnizOpen – das Portal für Open-Access-Publikationen der Leibniz-Gemeinschaft

Agathe GEBERT, Anita EPPELIN, Benjamin ZAPILKO: LeibnizOpen – das Portal für Open-Access-Publikationen der Leibniz-Gemeinschaft

Zusammenfassung: Die Leibniz-Gemeinschaft unterstützt Open Access auf strategischer, d.h. Organisationsebene sowie auf Institutsebene. Die Leibniz-Einrichtungen fördern Open Access – ideell und finanziell – als Publikationsweg und geben zahlreiche Open-Access-Zeitschriften heraus. Mit ihrem Portal für Open-Access-Publikationen, LeibnizOpen (http://www.leibnizopen.de/), setzt die Leibniz-Gemeinschaft insbesondere ihre „Leitlinien zu Open Access in der Leibniz-Gemeinschaft” um, die den freien Austausch qualitätsgeprüfter Forschungsergebnisse im Sinne der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen zum Ziel haben. LeibnizOpen bündelt die frei verfügbaren Publikationen von Leibniz-Forscherinnen und -Forschern und ist somit das zentrale Verzeichnis für Open-Access-Publikationen aus der Leibniz-Gemeinschaft. Technisch gesehen ist es ein Aggregator einer Reihe von Fachrepositorien, die überwiegend von den Infrastruktureinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft betrieben werden und den entsprechenden Fach-Communities die Recherche sowie die Archivierung von frei im Netz verfügbaren Publikationen ermöglichen. Dazu werden die Inhalte dieser Repositorien mittels gemeinsamer technischer und Metadaten-Standards zusammengeführt. Daneben werden flankierend Aktivitäten zur Akzeptanzsteigerung von Open Access in den Leibniz-Instituten, zur Content-Akquise sowie zur Klärung damit verbundender Rechtsfragen betrieben. Um trotz der charakteristisch hohen Eigenständigkeit und äußerst heterogenen Publikationskulturen der Leibniz-Institute das gemeinsame Ziel effizient zu verfolgen, besteht eine enge Abstimmung zwischen den LeibnizOpen betreibenden Einrichtungen, der Geschäftsstelle, dem Arbeitskreis Open Access sowie dem Arbeitskreis Bibliotheken und Informationseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft.

Schlüsselwörter: Open Access, Informationsinfrastruktur, institutionelles Repositorium, Metadatenaggregation, Harvesting, Leibniz-Gemeinschaft

medinfo – eine kleine Nabelschau …

Am 25. März 2004 schreibt Oliver Obst: Angesichts des 10-jährigen Jubiläums der Liste medibib-l schrieb ich dort: Ob die Mailingliste allerdings auch in den kommenden Jahren noch Sinn macht, weiß ich nicht – ich lasse sie einfach weiterlaufen. Als ersten Schritt zu neuen Ufern habe ich aber als (zukünftigen) Ersatz bzw. Ergänzung ein Weblog gegründet. Es heißt “medizin & information” … Der im Aufruf von 1994 zur Gründung von medibib-l genannte Satz gilt übrigens unverändert: Ich wollte Ihnen nur etwas Appetit machen auf eine – neue – Form der Kommunikation, die z.B. auch für die Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft sehr segensreich sein könnte.) Also: Auf geht’s! Vorwärts zu den Herausforderungen der nächsten 10 Jahre!

medibib-L läuft noch immer – der „Paradigmenwechsel“ ist aus der abnehmenden Zahl der Beiträge gut sichtbar – wenn auch mit einer gewissen Latenzzeit:
2013 Start Jan 14 End Sep 04 2013 Messages: 31
2012 Start Jan 24 End Dez 20 2012 Messages: 54
2011 Start Jan 18 End Dez 21 2011 Messages: 29

(K)eine Strategie für Medizinbibliotheken?

Oliver OBST: (K)eine Strategie für Medizinbibliotheken?

Zusammenfassung: Strategie ist ein großes Wort. Welche Medizinbibliothek hat schon eine logische, geschweige denn nachhaltige Strategie aufzuweisen? Im folgenden Artikel wird versucht, dieses große Wort auf ein handelbares Level herunter zu brechen, um es für die alltägliche Praxis nutzbar zu machen. Bibliotheken und deren Spezialgebiete können als kleine, wendige Schnellboote auf dem Meer der Information durchaus den übermächtigen Ozeandampfern Konkurrenz machen.

Schlüsselwörter: Strategie, Medizinbibliothek, Alleinstellungsmerkmal

Durch Kooperation und Vernetzung zu neuen Aufgabenfeldern – Serviceentwicklung in der Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim

Martina SEMMLER-SCHMETZ und Maria-Inti METZENDORF: Durch Kooperation und Vernetzung zu neuen Aufgabenfeldern – Serviceentwicklung in der Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim

Zusammenfassung: Die Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg dient der Literatur- und Informationsversorgung für Forschung, Lehre, Fort- und Weiterbildung an der Universitätsmedizin Mannheim. Neue, zukunftsorientierte Aufgabenfelder, die über die klassischen bibliothekarischen Arbeitsschwerpunkte hinausgehen, erschließt sich die Bibliothek durch enge Kooperation und Vernetzung mit den zentralen Einrichtungen und Abteilungen, Arbeitskreisen und Multiplikatoren innerhalb der Universitätsmedizin Mannheim. Neue Services für die Zielgruppe der Studierenden richten sich vor allem auf den Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens, während für Mitarbeiter in den Einrichtungen, Kliniken und Instituten der Universitätsmedizin zeitlich und räumlich flexible Informations- und Beratungsangebote entwickelt werden. Die jüngste Kooperation mit Akteuren auf dem Gebiet der evidenzbasierten Medizin hat einen innovativen Service „Systematische Literaturrecherche“ hervorgebracht, der Ärzte und Wissenschaftler bei der Erstellung von Förderanträgen zu klinischen Studien sowie systematischen Übersichtsarbeiten und Leitlinien unterstützt. Mit entsprechenden kostenpflichtigen Services testet die Bibliothek nun auch eine Öffnung ihrer neuen Angebote für Ärzte, Wissenschaftler und Angehörige von Gesundheitsberufen in der Region

Schlüsselwörter: Medizinbibliothek, Mannheim, Vernetzung, Serviceentwicklung, Bibliotheksstrategie

Strategische Entwicklung von Medizinbibliotheken aus Sicht einer Bereichsbibliothek

Stefanus SCHWEIZER: Strategische Entwicklung von Medizinbibliotheken aus Sicht einer Bereichsbibliothek

Zusammenfassung: Medizinbibliotheken müssen sich dem Wandel stellen und sich konsequent strategisch ausrichten. Wichtigster Erfolgsfaktor sind und bleiben die Mitarbeitenden der Bibliothek. Die nicht zu eng definierten bibliothekarischen Dienstleistungen müssen auf die Bedürfnisse der Nutzergruppen zugeschnitten und ständig überprüft werden, veraltete Arbeiten sollten im Gegenzug aufgegeben werden. Der Personalentwicklung sowie der Kooperation mit anderen Bibliotheken kommt dabei eine entscheidende Rolle zu. Bibliotheksbestände werden künftig weniger wichtig, eine einladende Bibliothek vor Ort bleibt aber weiterhin bedeutend. Sämtliche Angebote sollten von einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit flankiert werden.

Schlüsselwörter: Medizinbibliothek, bibliothekarische Dienstleistungen, Nutzergruppen, Personalentwicklung, Bibliothek vor Ort, Öffentlichkeitsarbeit

Bibliothekarischer Mainstream oder Profilbildung als Chance?

Ulrike KORTSCHAK: Bibliothekarischer Mainstream oder Profilbildung als Chance?

Zusammenfassung: Der Beitrag setzt sich in kritischer Form mit aktuellen bibliothekarischen Trends und Entwicklungen auseinander. Gleichzeitig versucht er, ausgehend von individuellen Lösungsansätzen an der Medizinischen Universität Graz, die Besonderheiten medizinischer Spezialbibliotheken zu analysieren und alternative Strategien zu evozieren.

Schlüsselwörter: Bibliothek – Profilbildung, Medizinische Universität Graz