Our Elsevier sales rep lost his job!

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Interessante Diskussion in medlib-l um den (schmerzvollen) Übergang von Büchern zu E-Books.

Our Elsevier sales rep lost his job! He said his dept was cut down to 6 sales people. He used to come to our hospital & set up books for physicians to look at & order. He was told books would all be going to e-books. I know our physicians like to have a book in hand rather than try to read on computer.

Foto: MattyMatt

Vergleich: Prüfungsfragen als Apps für iPhone/iPad

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Da Bibliotheken „mediscript“ leider nicht mehr ausleihen können, beschäftigt man sich zwangsläufig mit anderen Alternativen (bevor im Sommer(?) die Hammerlösung „Mediscript-Examen online“ kommt). Die Appsologie (mit smarten Apps bei Apple schnell Geld verdienen) ermöglicht es, dass auch kleine Firmen auf dem Anbietermarkt der Prüfungs-Anwendungen mitmischen. Wie sich jedoch bei einem Vergleich zeigt, ist der Platzhirsch Elsevier mit MediScript sowohl was Umfang als auch Ausführung angeht, nicht zu schlagen. Leider sind die Preise dann auch entsprechend: Will man alle Fachgebiete haben, sind 63% mehr als bei CD und DVD fällig. Diese enthält zudem auch noch wesentlich mehr Fragen (was bereits zu ärgerlichen Kommentaren im iTunes-Store geführt hat), aber vielleicht fügt Elsevier ja kostenlos die neuen Fragen semesterweise hinzu (wie bei der physischen Version), zumal man weniger Fragen pro Fach anbieten kann als die Konkurrenz.

Wohl kein Zufall, dass Elsevier als Newbie sich genau in der Mitte des vorgefundenen Preisspektrums niedergelassen hat: 3 Cent pro Frage zeugt von gutem Studium des Marktes. Elsevier sollte dringend noch nachbessern: Zum einen müßte man – wie beim Prometheus – alle Fragenpakete auf einmal kaufen können. Dann sollte dies – wie beim Prometheus – mit einem deutlichen Rabatt verbunden sein. Zum Schluß wünsche ich mir mehr Fragen (fürs gleiche Geld natürlich).

Auch wenn die Konkurrenzprodukte nicht alle Fachgebiete abdecken, lohnt sich ein Blick über den Zaun: In den einzelnen Fachgebieten zeigen diese durchaus eine gute Performance.

Mein Ranking:

  1. Mediscript (ausgereiftes Design, gute Umsetzung, am wenigsten Fragen pro Fachgebiet, insgesamt zu teuer)
  2. Medi-App Innere und Medi-App Ortho (liebevolle Umsetzung, zu wenig Fragen, zu teuer)
  3. PROMETHEUS – LernKarten der Anatomie (keine MC Fragen, Quiz- und Fragenmodus)
  4. iÄAppO Biochemie/Molekularbiologie und iÄAppO Chemie (die meisten Fragen pro Fach, separater Lern- und Testmodus, mit Kommentaren wäre dies Rang 2!)
  5. Anatomie und Physiologie (preiswert, aber wenig Fragen und Design unterirdisch)

Die beiden iPad-Produkte haben übrigens auch iPhone-Versionen im Angebot: Man muß sich aber für eine Version entscheiden, da es keine Möglichkeit gibt, Testergebnisse und gelernte Fragen auszutauschen. Sicherungskopien bietet keine der Apps an, da bietet jedes Tank-Programm mehr Support.

„Bibliothek“ wird zunehmend in Anführungszeichen gesetzt

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Louis E. Lataif läßt sich in Universities On The Brink (Forbes Magazine 1.2.2011, thanks to Mark Rabnett) über die steigenden Kosten für Unis aus. Auch die Bibliothek bekommt dabei ihr „Fett ab“:

As you think forward just 10 more years, do you think you’ll see students carrying 50-pound backpacks of books? Costs and fees can be reduced by offering the textbooks and other reading material electronically. Having to buy physical text books will seem Neanderthal to tomorrow’s students.

And for future students, what will a „library“ be? These students will have in their pockets handheld devices that can access virtually everything that’s ever been published.

Nicht nur in US-Unis ist die Lage kritisch, sondern auch bei uns werden „Spardiktate“ zunehmen – das ist nunmal die logische Folge von auf Pump aufgeblähten Haushalten. Auch in der Bildung.

Wir fragen uns dieser Tage auch, ob das noch „Bibliothek“ heißt, was wir derzeit auf- (bzw. eher ab-) bauen. Wie nennt man den Raum, der entsteht, wenn Bücher und Zeitschriften aus ihm verschwinden und nur noch Arbeitsplätze zurückbleiben? „Bibliothek“? Information Center? Learn Center? Learn Center w/ books?

Genauso, wie der Sinn des 300 Jahre alten Publikationswesens angezweifelt wird, wird auch der Sinn der Institution „Bibliothek“ in Frage gestellt. Und das ist gut so.

Bücher von Springer, an denen Springer keine Rechte hat

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Foto: joexx@photocase

In der Liste Forthcoming eBooks_No eRights Springer Jan11 listet Springer die Bücher auf, an denen sie keine „E-Rights“ haben und die deshalb nicht in den E-Kollektionen erscheinen (dürfen).

The below list shows books, where Springer does not have the electronic rights for, and will not become available as part of the Springer eBook collection.

Wieso Springer keine Rechte an Springerbüchern hat? Keine Ahnung. Dies sind immerhin 79 Titel – meist Imprints, meist englisch, aber auch Springer-Verlag Berlin Heidelberg, wie zB das „Lehrbuch der Entstauungstherapie“. Wenn dies nur die Januarliste ist und noch 11 weitere Listen hinzukommen, wären dies rund 1.000 Titel, ola!

Merke: Ein Komplettpaket ist kein Komplettpaket, und im CIP-Heft darf man Springer-Titel nicht mehr überspringen.

„A whole cottage industry of sub-standard journals for which libraries are footing the bill“

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thewikiman Ned Potter spricht mir in seinem Beitrag Can Twitter help break the rubbish research / expensive journal subscriptions cycle? mal wieder aus dem Herzen (via twitter.com/ericrumsey).

This is a recent phenomenon – journal publications, of research whose premises are flawed or whose methods are less than rigorous, used to have literally years of lea-way before people could respond in print and point out the errors. Nowadays, people can respond more or less instantly, within days or even hours, to sort the wheat from the chaff and call the researchers to account.

Was aber viel bedeutender ist, ist die Schnelligkeit, mit der heutzutage schlechte Paper abgekanzelt werden können, was die Autoren natürlich nicht begeistert. Diese sind laut Nature „unsure how to react”, wenn „Blogs and tweets ripping apart [their] papers within days of publication“. Darum liebe ich Twitter, darum liebe ich Zeitschriften, die keiner subskribiert, darum wünsche ich mir, dass dieses ganze murky-lurky System mal ordentlich gegen die Wand fährt.

Biggest disconnect

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Josh Keller: As the Web Goes Mobile, Colleges Fail to Keep Up. 23.1.2011, The Chronicle of Higher Education.

„Students are using Facebook, Gmail, Twitter, all these Web 2.0 systems every day,“ Mr. Beykpour says. „It’s like their top five Web sites they use. And the sixth Web site is the school Web site, because you have to use it. And that’s where the biggest disconnect is.“

Las gestern eine Studie, dass die Email-Nutzung bei 12-17 Jährigen um ein Viertel zurückgegangen ist. Die kommunizieren via Facebook oder StudiVZ. Die Bibliothek erreicht diese Klientel also immer weniger per Email. Kann sich immer weniger in die Kommunikation „einschalten“. Also auch hier – neben der fehlenden mobilen Benutzerfreundlichkeit – ein drohender „Disconnect“.