In der Mailingliste medibib-l schrieb Herr Ulrich Korwitz, Direktor der ZB Med in Köln gestern Abend Folgendes:
Liebe Kolleginnen und Kollegen, es fällt mir sehr schwer, Ihnen das Folgende mitzuteilen, aber es muss sein: Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat soeben beschlossen, Bund und Ländern zu empfehlen, ZB MED ab 2017 nicht mehr gemeinsam zu fördern. ZB MED als von Bund und Ländern geförderte Einrichtung wird damit in spätestens 3 ½ Jahren abgewickelt werden. Morgen ist die Pressemitteilung der Leibniz-Gemeinschaft verfügbar, in der Details stehen. Die Entscheidung trifft alle 119 Kolleginnen und Kollegen in ZB MED schwer. Wir werden die Situation zusammen mit dem Ministerium in Ruhe analysieren und mögliche Konsequenzen betrachten. Der Abwicklungsprozess streckt sich bis mindestens Ende 2018, wahrscheinlich sogar bis Ende 2019 hin. Es wird Alternativen zum jetzigen Status geben. Mit bestem Gruß, Korwitz
Die Pressemeldung der Leibniz Gemeinschaft war dann kurz nach 10 Uhr online: Leibniz-Einrichtungen in Dresden, Köln/Bonn, Großbeeren/Erfurt und Kühlungsborn evaluiert. Der zentrale Satz aus der Pressemeldung:
Angesichts der kritischen Gesamtsituation empfiehlt der Senat Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung der ZB MED zu beenden
In Anbetracht des unschätzbaren (doch schätzbaren?) Wertes der ZB Med ist der Schock in der Community groß. Es wird nun interessant und wichtig sein, die genauen Gründe zu erfahren und zu analysieren – auch vor dem Hintergrund des „Strategiewechsels“ Fakten statt Literatur beim DIMDI, um die Frage beantworten zu können: Was bedeutet das für mich als Patient, als Forscher, als Bibliothekar?
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Nachtrag: Stellungnahme als PDF
Gesamter Text der Pressemitteilung zur ZB Med:
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