Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren – die Situation in Deutschland in 2010

Anita EPPELIN, Heinz PAMPEL, Wolfgang BANDILLA, Lars KACZMIREK: Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren – die Situation in Deutschland in 2010

Zusammenfassung: Mit der dynamischen Entwicklung von Open Access gewinnt die Diskussion um den Umgang mit Gebühren, die für Open-Access-Publikationen anfallen, an Bedeutung. Die deutschen Wissenschaftsorganisationen widmen sich dieser Diskussion, seit 2008 auch im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“. Im Jahr 2010 wurde in einer Umfrage unter Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstitutionen die Praxis im Umgang mit diesen Publikationsgebühren unter die Lupe genommen. Dabei wurde deutlich, dass sich die Wissenschaftsorganisationen des Themas annehmen und bestrebt sind, Mechanismen zu entwickeln, um ihren Angehörigen die Veröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften, die sich durch Publikationsgebühren finanzieren, unkompliziert zu ermöglichen. Darüber hinaus zeigt der Blick auf die Open-Access-Strategien der Organisationen, dass diese die Transformation von einem subskriptionsbasierten hin zu einem Open-Access-basierten Publikationssystem vorantreiben. Die Ergebnisse der Umfrage machen jedoch auch die Herausforderungen deutlich. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Landschaft der Open-Access-Zeitschriften, beschreibt die Aktivitäten und Entwicklungen in den Wissenschaftsorganisationen und stellt die Ergebnisse der Erhebung unter wissenschaftlichen Institutionen in Deutschland vor.

Schlüsselwörter: Open Access, Goldener Weg, Open-Access-Zeitschriften, Zeitschriften, Publikationsgebühren, Autorengebühren, Wissenschaftskommunikation, Allianz der Wissenschaftsorganisationen

1. Zwischentreffen des Arbeitskreises der Krankenhausbibliotheken der AGMB e.V.

Christa GIESE, Dagmar NENTWIG: 1. Zwischentreffen des Arbeitskreises der Krankenhausbibliotheken der AGMB e.V.

Zusammenfassung: Am 24. Februar 2012 trafen sich 20 Krankenhausbibliothekarinnen zum 1. Zwischentreffen des Arbeitskreises Krankenhausbibliotheken der AGMB e.V. im Klinikum Fulda. Es fand ein intensiver Erfahrungsaustausch zu praxisrelevanten Themen aus dem Berufsalltag statt.

Schlüsselwörter: Arbeitsgemeinschaft für medizinisches Bibliothekswesen e.V., Erfahrungsaustausch, Krankenhausbibliothek, Medizinische Fachbibliothek, Patientenbibliothek, E-Journals, E-Books

GMS Medizin – Bibliothek – Information 1-2/2012 (Teil 1) online zugänglich !

Teil 1 von Heft 1-2/2012 von GMS MEDIZIN – BIBLIOTHEK – INFORMATION wurde heute freigeschaltet. Teil 2 wird Mitte September – vor der AGMB-Jahrestagung in Aachen – freigeschaltet..

Inhaltsverzeichnis

  • Mitteilung
    Aus der AGMB
    Hentschel E (Kiel)
    MS Med Bibl Inf 2012; 12(1-2):Doc02 (20120705)
  • Mitteilung
    1. Zwischentreffen des Arbeitskreises der Krankenhausbibliotheken der AGMB e.V.
    Giese C (Stuttgart), Nentwig D (Fulda)
    GMS Med Bibl Inf 2012; 12(1-2):Doc03 (20120705)
  • Fachbeitrag
    Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren – die Situation in Deutschland in 2010
    Eppelin A (Köln), Pampel H (Potsdam), Bandilla W (Mannheim), Kaczmirek L (Mannheim)
    GMS Med Bibl Inf 2012; 12(1-2):Doc04 (20120705)
  • Bibliografie
    Medizinbibliothekarische Bibliografie 2011
    Bauer B (Wien)
    GMS Med Bibl Inf 2012; 12(1-2):Doc05 (20120705)
  • Fachbeitrag
    Hochschulbibliothek Claudiana: Das neue Bibliotheksportal der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe in Bozen
    Grilli M (Bozen)
    GMS Med Bibl Inf 2012; 12(1-2):Doc06 (20120705)
  • Product Review
    Science Signaling, Ausblick – Krebs: Wnt/β-Catenin- und MAPK-Signaltransduktion: Verbündete und Feinde in unterschiedlichen Kampfzonen, April 2012
    Forsythe KH
    GMS Med Bibl Inf 2012; 12(1-2):Doc14 (20120705)

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Bericht von einem Treffen mit der Fachschaft Klinische Medizin, Mainz im Juni 2012: E-Books, QR-Codes und Co

Von Stefanus Schweizer:

Zusätzlicher PC-Pool / Gruppenarbeitsraum in der Bibliothek
Vom Vorstand der Universitätsmedizin wurde vorgeschlagen, im Keller der FBM einen PC-Pool einzurichten. Zusätzlicher Raum wird von den Studierenden zwar begrüßt, allerdings benötigen sie vor allem Gruppenarbeitsplätze. Als Kompromiss wird eine Mischnutzung PC-Pool/Gruppenarbeitsraum angestrebt.

E-Books versus gedruckte Bücher
Gedruckte (Lehr-)Bücher sind laut Meinung der Fachschaft nach wie vor unverzichtbar und sollten wie bisher großzügig angeschafft werden.

Das E-Book-Angebot ist als Ergänzung sehr beliebt und sollte weiter ausgebaut werden, allerdings nur, wenn die Benutzungsbedingungen stimmen, d.h. eine schnelle und unkomplizierte Plattform und großzügige Downloadmöglichkeiten. Zum Beispiel:
  • Die Nutzungsbedingungen der Springer-E-Books sind gut, da ganze Kapitel als PDF heruntergeladen werden können. Der Verlag deckt aber nicht alle medizinischen Disziplinen ab.
  • Die Thieme E-Books sind inhaltlich sehr gut, die Präsentation ist aber verbesserungswürdig und gerade noch akzeptabel
  • Bei den E-Books von Urban und Fischer sind keine Downloads möglich und das Ausdrucken ist auf einzelne Seiten beschränkt. Obwohl die Inhalte der Bücher gut sind, sind die Nutzungsbedingungen für die Studierenden nicht akzeptabel.
Mobiles Internet – Konsequenzen für die Bibliothek

Die meisten Studierenden besitzen inzwischen ein Smartphone. Für die Studierenden sind in diesem Zusammenhang folgende Angebote interessant:
  • QR-Codes nur bei echtem Mehrwert, d.h. es sollte nicht nur zur Bibliothekshomepage verlinkt werden, sondern z.B. QR-Code am Regal mit Verlinkung zu den passenden E-Books oder Verlinkung zur Verfügbarkeit von Büchern im Katalog.
  • mobilen Seiten zur Suche sind gefragt, z.B. in Datenbanken wie Pubmed oder im Katalog
  • nicht benötigt: Speziell für Smartphones optimierte Webseiten

Gemeinsame Aktion der Fachschaft und Bibliothek:Bücherbasar
Verkauf von ausgesonderten Lehrbüchern + privater Bücherflohmarkt der Studierenden.
Juni 2012
Stefanus Schweizer,
Leiter der Fachbibliothek Medizin

Das musste mal gesagt werden!

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„Bisher ist es erlaubt, in unserer Bibliothek während des Lernens in geringem Umfang zu essen und zu trinken.

Keinesfalls erlaubt ist, sich hierher Pizza oder ähnliches liefern zu lassen und dies dann hier zu verzehren. Auch das Herstellen von Heißgetränken und Tütensuppen wird nicht toleriert.

Ebenso selbstverständlich ist es, dass das Trinken von Alkohol verboten ist.“

[via MHH-Blog]

Foto: (c) sheehanpaul http://www.flickr.com/photos/sheehanpaul/4155343440/

Klinikleitfäden vs. Kittelcoach

Seit kurzem hat der Elsevier-Urban & Fischer-Verlag seine Buchserie Klinikleitfäden auch als App in den iTunes-Store eingestellt.

Bei den Klinikleitfäden handelt es sich um praxisnahe und alltagerprobte Reference Works, die unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien erstellt werden – also eine ideale Informationsquelle für das schnelle Nachschlagen unterwegs.

Die App kann gratis heruntergeladen werden und enthält Testkapitel aus 11 Fachgebieten. Sie wurde zunächst für das iPhone programmiert, soll aber bald auch für das iPad zur Verfügung stehen. Die iPhone-Version ist bereits sehr ausgereift und läßt kaum Wünsche offen, was für das iPad höchsten Lesegenuß und damit eine echte Alternative zum gedruckten Buch verspricht: Der gesamte Index aller – gekauften – Titel ist durchsuchbar, Notizen können hinzugefügt, Favoriten gespeichert und besuchte Kapitel wieder aufgerufen werden.

Elsevier’s Klinikleitfäden steht in direkter Konkurrenz zu Thieme’s Kittelcoach. Im Gegensatz zu der Klinikleitfäden-App kostet die Kittelcoach-App 4,99 Euro, wofür man aber die „Checkliste Neurologie“ in der 4. Auflage gratis dazu bekommt.

Wie aus den Kommentaren bei iTunes deutlich wird, ist der Preis für das Buch selber (via In-App-Kauf) ein wichtiges Entscheidungskriterium. Das App-Buch wird – wie vermutet – nur dann gekauft, wenn es preiswerter ist als das gedruckte Pendant, da man sich – so ein viel geäußertes Argument – „bei Preisgleichheit doch direkt das gedruckte Buch kaufen könne“.

Während Elsevier diese Erwartungshaltung zumindest ansatzweise bedient, da die App-Bücher 5 bis 15 Euro günstiger sind als das gedruckte Buch, setzt Thieme auf das Konzept, das App-Buch kostenlos zum Print-Buch mitzuliefern (die umgekehrte Idee, das Print-Buch zum App-Buch kostenlos hinzu zu liefern, ist gescheitert und wurde am 11.6. von Thieme eingestellt). Das Geschäftsmodell „gedrucktes Buch“ verspricht in den Augen des traditionsreichen Familienverlags wohl noch immer am meisten Stabilität, Umsatz und Rendite. Auch wenn inzwischen viele Nutzer ein E-Buch aus Praktikabilitätsgründen gegenüber dem Print-Buch bevorzugen würden, wenn es denn nur (etwas) preiswerter wäre!

Interessant bis verwunderlich ist dagegen die iTunes-Erklärung von Thieme, wieso man das App-Buch nicht günstiger als das Print-Buch anbieten könne:

Mal ehrlich – eine Checkliste kostet einfach, was sie immer kostet. Denn der Preis hängt nicht am Format, sondern an den Inhalten – die sorgfältig und aufwändig überlegt, erfasst, aufbereitet und redigiert werden müssen. Dieser Aufwand und diese Sorgfalt werden immer das meiste Geld kosten – egal ob für eine App oder ein Buch oder sonst ein Format. Es kann also keine Checklisten-App für den halben Preis (oder noch weniger) geben.

Kein Satz über den Zwischenhandel (Buchhandlungen oder Apple), Preisbindung oder eingesparte Kosten wie Druck oder Distribution.

Ich bin mal gespannt, welches Geschäftsmodell sich durchsetzen wird und ob die 10-20% Einsparungen, die Elsevier bei App-Büchern anbietet, ausreichen, um einen signifikanten Marktanteil von den gedruckten Büchern abzuziehen.

[aus Aktuelles]