Thieme ohne Flash?

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Ein Kommentator auf meinen Blogeintrag 250 Lehrbücher im Handtäschchen fragt, wann es denn die Thieme-Lehrbücher endlich ohne Flash geben würde. Universell einsetzbar sozusagen, ein Thema, das auch hier im Blog intensiv diskutiert wurde.

Nun gibt es Signale aus Stuttgart, dass Thieme an einer Nicht-Flash-Lösung arbeitet. Um den Verlag dabei zu unterstützen, bitte um rege Kommentierung dieses Beitrags!

Gutenberg’s „Werck der bucher“ 2.0

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1442 revolutionierte Johannes Gutenberg die Herstellung von Büchern durch die Erfindung der Druckerpresse. Seine Mitstreiter Johannes Fust und Peter Schöffer entwickelten Gutenberg‘s Ideen weiter und legten den Grundstein für den Siegeszug des Buches. Fünf Jahrhunderte lang war das gedruckte Buch populärer Massenartikel und Basis der heutigen Wissensgesellschaft.

Durch die Erfindung des Computers und des Internets wurden die Grundlagen für eine zweite Revolution gelegt: Das elektronische, vernetzte Buch. Aber – wie in der Gutenberg-Ära – brauchte es auch hier Mitstreiter, um dieser Erfindung zum Durchbruch zu verhelfen. Diese Mitstreiter heissen zum einen „mobile Lesegeräte“, zum anderen „neue Geschäftsmodelle“: E-Reader machen die E-Books mobil, Geschäftsmodelle reißen traditionelle Publikationsbarrieren nieder und ermöglichen jedermann den Zugang zum Buchmarkt.

Die „Peter Schöffer der Neuzeit“ sind für mich Amazon und vor allem Apple: Mit dem iPad wurde das Genre der Tablet-PCs neu erschaffen, mit iBooks Author die Publikation von interaktiven, multimedialen Büchern neu definiert. Summa summarum stehen wir heute, im Jahre des Herrn 2012, am Anbeginn einer revolutionären Zeitenwende mit einer ähnlichen Durchschlagskraft wie 1442. Und ähnlich wie damals sind die Konsequenzen dieser Revolution auch heute noch nicht absehbar: Klar, eBook Stores sind die neuen Buchhandlungen, eBook Authoring Software die neuen Druckerpressen, und jedermann kann ein eBook Author werden. Klar: Teure Verlagslehrbücher werden sich mit den preiswerten Büchern vieler Selbstverlage den Markt teilen müssen. Wieso sollen Dozenten ihre Vorlesungsmanuskripte kostenlos abgeben, wenn sie diese – mit wenig Mehraufwand – weltweit hundertausenden Studenten preiswert anbieten können? Bei 70% Autoranteil sind Lehrbücher bereits für unter 10 Euro hochprofitabel (für den Autor) – und es ist ein unschlagbarer Preis auf dem Markt.

Medizinische Lehrbücher sind in Deutschland noch immer feste Domäne und Haupteinnahmequelle der großen Fachverlage Elsevier, Springer und Thieme. Doch mit Amazon eBook Publishing und dem Apple iBooks Store wird dieser Markt zur Zeit kräftig aufgemischt. Die Umwälzungen sind wahrhaft revolutionär: Jedermann kann nun interaktive, multimediale, professionell aufgemachte Bücher schreiben und weltweit anbieten.

Man muß aber nicht denken, das Elsevier und Co. nun Däumchen drehen, bis die eBook-Welle über sie hereingebrochen ist. Nein, auch hier nutzt man die neuen Möglichkeiten: Für 60 Euro kann man sich sein eigenes Lehrbuchpaket zusammenstellen und mit Kreuztool und Lernplaner sechs Monate lang online und offline nutzen. Das klingt erstmal gut, doch es wird wohl zu noch mehr Konkurrenz und Kannibalismus unter den Verlagen führen. Dies wird das Sterben der Lehrbuchverlage nicht aufhalten können, dafür ist der neue iBook Store von Apple einfach zu attraktiv – und das nicht nur für Leser, sondern gerade auch für Autoren.

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Foto: Wikimedia Commons

Ansprechpartner und Experten der AGMB


Liebe AGMB-Mitglieder, liebe Kollegen und Kolleginnen,

Sie wissen es ja selbst: nichts ist für den eigenen Wissenserwerb so gut geeignet, wie der Austausch mit anderen. Gerne wollen wir das vielfältige Know-How in unserem Fachkreis nutzen und auf unserer Webpräsenz auf Ansprechpartner und Experten für die verschiedenen Bereiche und Belange der Medizinbibliotheken verweisen. Die AGMB möchte damit einen individuellen Austausch in unserem breit gefächerten Beschäftigungsbereich erreichen und die medizinbibliothekarische Infrastruktur ausbauen.

Anbei eine Liste der Themen, die wir für relevant halten, gerne kann diese um weitere Themen ergänzt werden. Sofern Sie sich entschließen können, sich als Ansprechpartner für Ihre Kollegen und Kolleginnen zur Verfügung zu stellen, teilen Sie uns dies bitte per E-Mail mit der Angabe Ihrer entsprechenden Kontaktdaten mit. Damit bestätigen Sie die Veröffentlichung der Angaben auf unserer Webseite.
Wir hoffen auf Ihr Interesse und freuen uns auf Ihre Unterstützung!

Ihr AGMB-Vorstand
Christa Giese, Eike Hentschel, Alexander Messerschmid,
Manuela Schulz und Stefanus Schweizer

Ihre und unsere Themen:

  • Arbeitskreisleiter sind entsprechend ihres Auftrags Ansprechpartner
  • AGMB Deutschland, AGMB Österreich, AGMB Schweiz, AGMB Südtirol
  • Ausbildung
  • Bibliotheken an Forschungseinrichtungen
  • Bibliotheken an Pflegeeinrichtungen und anderen Organisationen
  • Bibliometrie/ Zitationsanalysen
  • Datenbanken: Cochrane Library, DIMDI, EMBASE, MEDPILOT, PubMed, Scopus, Web of Science; Pflegedatenbanken/ -ressourcen (Careum Explorer, bibnet.org, CINAHL, CARE-Lit)
  • Dokumentlieferung (ILV, Doctor Doc)
  • Erwerbung
  • Fremdsprachenkenntnisse/ Business English
  • Informationskompetenz/ Schulungskonzepte
  • Krankenhaus- und Qualitätsmanagement
  • Literaturverwaltung: EndNote, Citavi, Zotero, Mendeley, BibTex u.a.
  • Medizinbibliotheken und Organisationen international
  • Mobile Dienste
  • Urheberrecht
  • Systematische Literaturrecherche/ Klinische Studien
  • Webdienste (Blogsoftware, Wikisoftware, Soziale Netzwerke u. a.)

[Bild: Pete Prodoehl@flickr.com]

„10 Jahre Mobile Bibliothek Münster“ im iBook Store

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Der Markt für Lehrbücher entwickelt sich in die Richtung bessere E-Reader, bessere Geschäftsmodelle, bessere Inhalte. Interaktive, kostenfreie, dynamische Lehrbücher werden seit dem 19. Januar von Apple mit der freien Authoring Software iBooks Author gefördert. Die Zweigbibliothek hat dies zum Anlaß genommen, die Software und den Prozeß einmal einem Test zu unterziehen. Dazu wurde ein iBook produziert und am 9. März im iBook Store eingereicht.

Ein Ergebnis: Apple hat sage und schreibe 42 Tage für den Reviewprozeß gebraucht. Dafür um festzustellen, dass das Buch „10 Jahre Mobile Bibliothek“ koscher ist. Doch nun hat die Wartezeit ein Ende:

Seit heute kann das erste iBook der Zweigbibliothek Medizin im iBook Store heruntergeladen werden – kostenlos.

Es handelt sich um einen Rückblick auf zehn Jahre Mobile Bibliothek an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster. In diesem Buch finden Sie alle in den letzten zehn Jahren in „medinfo“ publizierten Artikel, untergliedert in die drei Kapitel „E-Books“, „Mobile Bibliothek“ und „iPads“. Hinweis: Dieses Buch kann nur mit iBooks 2 auf einem iPad angezeigt werden. iOS 5 ist erforderlich.

Welche Erfahrungen haben wir bei der Veröffentlichung gemacht?

  • Es dauert. 42 Tage oder 1,5 Monate ist way to much. Hier muß Apple dringend nachbessern. Wenn Ihre iBooks schneller reviewt wurden, bitte melden.
  • Es macht Spaß. Mit iBooks Author zu arbeiten, ist kinderleicht. Man erzielt schnelle Erfolge.
  • Es sieht gut aus. iBooks sehen nicht nur unglaublich gut und professionell auf dem iPad aus, es hat auch einen recht hohen Gimmick-Faktor. Man kann Quiz, Videos, animierte Grafiken, und und und einbauen.
  • Es ist angenehm. Mit dem iTunes Connect Managing Tool ist man immer gut informiert. Der iBook Support reagiert schnell.
  • Es nervt. Die Plattformabhängigkeit. Man braucht einen Mac für iBooks Author. Man braucht ein iPad, um es lesen zu können.
  • Es ist kostenlos. Alle Tools sind kostenlos (bis auf den Mac). iBooks können für Autor und Leser kostenlos publiziert werden.
  • Es lohnt sich. Wie berichtet bekommen die Autoren statt 10-15% bei Apple 70% vom Erlös. Aber dafür braucht man eine US-amerikanische Steuernummer. Dann kann man dick Geld verdienen. Vorausgesetzt man schreibt einen Bestseller.
  • Es verpflichtet. Die Ansprüche wachsen mit der Umgebung. Konsequenz: Beim nächsten Mal: Mehr Podcasts. Mehrteilige Quizze. Vor dem nächsten Kameratermin mal zum Friseur gehen, oder besser gleich zum Visagisten. 😉

Weitere iBooks sollen nun folgen. Es bietet sich an, ein Manual zur Benutzung der Bibliotheks-iPads zu schreiben, das die Nutzer auf den ausgeliehenen iPads immer dabei haben. Die Hefte der Bibliothekszeitung könnten jährlich als iBook-Zusammenfassung veröffentlicht werden. Sonstige Publikationen der Bibliothek wie z.B. ein Marketingführer für Medizinbibliotheken könnten im iBook Store eine Zweitnutzung erfahren.

(aus dem Weblog der ZB Med Münster)

O.A.S.E. in ABI Technik

Screenshot Gebäude O.A.S.E.

Sie ist ein „modernes Lern- und Kommunikationszentrum“ geworden. Die Fachbibliothek Medizin der Heinrich-Heine-Universität ist seit Ende 2011 in der Düsseldorfer O.A.S.E. (Ort des Austausches, des Studiums und der Entwicklung) samt Lehrbuchsammlung, Lernräume, Highback-Sofas, Sitz-Amöben, Sky-Lounge, Loungezone auf den Etagen 4 bis 8.  Der Ort des Austauschs, des Studiums und der Entwicklung Der 12-Seiten umfassende Beitrag mit zahlreichen Abbildungen in der aktuellen ABI Technik (2012, 32 (1): 2-13) veranschaulicht nicht nur Konzept und Realisierung, sondern schiebt eine kritische Betrachtung eines unabhängigen Kollegens hinterher.