RWA, AAP, Elsevier & die Wissenschaft: Kein Plan B für’s Publikationswesen

B

Wenn ihr euch über Elsevier’s Lobbying-Praktiken aufregen oder Elsevier’s letztes Scheitern belächeln wollt, lest das Interview von Richard Poynder mit Claudio Aspesi und Peter Suber’s neuesten Newsletter. Im folgenden einige Zitate von Aspesi, einem Finanzanalysten:

the scholarly journal system is being buffeted by three overlapping trends: “a long term unsustainable trend, a cyclical funding crisis and a more tough minded and analytical community of librarians.”

I believe their plan B (of Elsevier) is actually to try to shift spending decisions away from academic libraries and into research labs and departments.

Aspesi weiß, was Elsevier in die Knie zwingen könnte:

What would change that is a visible number of editorial board resignations. This would paralyze journals, and — if it proved impossible to replace the people leaving — could lead to shut downs. Even if the number of journals initially affected was small, the news would have a profound impact on the company. The stock market is a powerful mechanism to discount the future value of even small events, and if investors started to abandon the stock, the company would have to rethink its approach.

Nachsatz: „Academic publishers have become the enemies of science“ wird überall zitiert, selbst in The Lancet (was für die editorielle Unabhängigkeit von Elsevierzeitschriften von Elsevier sprechen würde).

Travel Grants für Boston 2013

Es wird langsam Zeit, sich auf den groessten medizinbibliothekarischen Event der letzten 18 Jahre vorzubereiten. Anfang Mai 2013 wird ein gemeinsamer MLA- und ICML-Kongreß in Boston stattfinden. Die Teilnehmerzahl wird wohl wieder – wie 1995 – 2.000 Personen locker uebersteigen. Call for Papers der einzelnen Sektionen bzw. Call for Participation sind bereits raus: http://medinfo.netbib.de/archives/2011/12/22/3954 und http://www.mlanet.org/am/am2013/index.html.

Es gibt auch zahlreiche Travel Grants (s.u.) und ich glaube, dass auch die AGMB und die EAHIL sich nicht lumpen lassen werden, wenn ein Mitglied dorthin fahren moechte.

Bei Interesse bzgl. EAHIL-Scholarships bitte bei mir oder Frau Geschuhn melden.

Ich sage nur: Once in a life time!

Cunningham Memorial International Grants- Apply Today!

Instead of the traditional Cunningham Memorial International
Fellowship, for 2013 only, grants of up to $2,000 are being awarded
for medical librarians outside of the United States and Canada to
attend the combined MLA ’13, 11th International Congress on Medical
Librarianship (ICML), 7th International Conference of Animal Health
Information Specialists (ICAHIS), and 6th International Clinical
Librarian Conference (ICLC) May 2013 meeting in Boston, MA. These
grants are supported in part by the 11th ICML. A grant application
form for use only during this grant cycle is available
at www.mlanet.org/awards/grants/.
Please follow grant submissions instructions on the form. The
deadline for submission is April 1, 2012. For additional questions,
contact Lydia Collins, Cunningham jury chair, at
lydia@pitt.edu

http://lis-scholarships.info/post/16865910512/mla-cunningham-memorial-grants-for-people-outside-us-can

Dr Jenny Brine
Subject Librarian
Lancaster University Library
Bailrigg
Lancaster, LA1 4YH
01524-592545
j.brine@lancaster.ac.uk
http://lancaster.libguides.com/profile/JJB

AGMB-Tagung 2012: Call for Papers

Liebe AGMB-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie bereits angekündigt, findet die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen e. V. in diesem Jahr vom 24.09.-26.09.2012 in Aachen statt.

Für das diesjährige Motto Medizinbibliotheken 20XX. Zuverlässig, zukunftsweisend, unverzichtbar sind alle Kolleginnen und Kollegen eingeladen, Beiträge zu den Schwerpunkten, aber auch gerne zu anderen Themenbereichen einzureichen:

Die Schwerpunkte der Tagung:

  • Wie können Medizinbibliotheken ihre bewährten und etablierten Angebote und Aufgaben auch unter schwieriger werdenden Bedingungen wie Personalabbau und Etatkürzungen weiterhin zuverlässig wahrnehmen und entwickeln?
  • Welche neuen Dienstleistungen und Medien müssen Medizinbibliotheken in Zukunft für Forschung, Lehre und Patientenversorgung anbieten?
  • Wie können sich Medizinbibliotheken damit gegenüber ihren Kunden und Trägern als unverzichtbarer Dienstleister und Partner positionieren?

Vorträge
Dauer 25 Minuten und 10 Minuten Diskussion am Dienstag und Mittwoch

5+5-Minuten-Kurzvorträge
Dauer 5 Minuten und 5 Minuten Diskussion. Alle Kurzvorträge werden in einer Session zusammen am Dienstag Nachmittag präsentiert.
Hier können Sie in 5 Minuten Ideen, innovative Ansätze und Projekte vorstellen, ohne das Thema zum umfangreichen Vortrag auszubauen.

Poster „aus der Praxis für die Praxis“
Hier können Sie Projekte, Studienarbeiten oder sonstige interessante Ansätze Ihrer Einrichtung vorstellen. Für Format und Gestaltung der Poster gibt es keine Vorgaben. Die Postersession findet Dienstag Vormittag statt, und die besten Poster werden prämiert (1. Preis: 100 EUR, 2. und 3. Preis: je 50 EUR).

Treffpunkte AGMB
In kleiner Runde mit Gleichgesinnten können Sie am Dienstag Nachmittag moderiert 60 Minuten lang ein Thema diskutieren, das Sie aktuell bewegt, und Ihre Erfahrungen dazu austauschen. In der Abschlussveranstaltung am Mittwoch werden die Ergebnisse der jeweiligen Treffpunkte kompakt vorgestellt. Schlagen Sie ein Thema vor und werden Sie Moderator. Es können jedoch auch Themen vorgeschlagen werden, und der Vorstand kümmert sich um die Moderation.

Sie benötigen Anregungen für mögliche Themen Ihrer Beiträge ?
Wir haben Ihnen viele Themenwünsche für dieses Jahr, die Teilnehmer in der Evaluation zur letzten Tagung geäußert hatten, zusammengestellt.

Unsere Tagung lebt von der aktiven Beteiligung möglichst vieler, und deshalb freuen wir uns auf zahlreiche Meldungen von Ihnen ! Bitte senden Sie Ihre Vorschläge bis zum 30. April 2012 an den Vorsitzenden der AGMB:

Dr. Eike Hentschel
E-Mail: hentschel@ub.uni-kiel.de

Weitere Informationen zur Tagung auf der AGMB-Website.

iBooks Author: Gründen Sie Ihr eigenes Lehrbuch-Label

So, das iBook Authering kommt langsam auf Touren: Wie in iBooks Author: Gründen Sie Ihr eigenes Lehrbuch-Label zu lesen ist, kann man nun das erste interaktive und kostenfreie, medizinische iBook lesen. Es heißt „The Podmedics Do Surgery“. Es ist zwar noch nicht im Apple Store verfügbar (der Approval Process scheint seine Zeit zu brauchen), aber man kann es im Internet herunterladen: The Podmedics Do Surgery, iBook (74MB).

Um das iBook auf Ihrem iPad zu lesen, klicken Sie entweder

  • auf den obigen Link und wählen „In iBooks öffnen“ oder
  • speichern Sie es mit der rechten Maustaste auf Ihrem PC und ziehen es in Ihre iTunes-Mediathek. Sie können es dann unter „Bücher“ mit Ihrem iPad synchronisieren.

Die Zweigbibliothek Medizin schreibt dazu:

Das Zusammenspiel zwischen Apple & E-Books war bislang auf die reine Darstellung von E-Books auf dem iPad beschränkt. Tausende elektronische Bücher der Zweigbibliothek sind so auf dem iPad benutzbar – ein echter Segen. Der Clou von iBooks Author ist, dass Apple aus dieser Einbahnstraße eine vierspurige Autobahn macht, da nun jeder Leser zum Autor werden kann. iBooks Author erlaubt die einfache Einbindung von Video, Bildern, 3D, Präsentationen, Quizfragen, etc pp, die später im Buch per Berührung manipuliert werden können, und somit die kinderleichte Erstellung von Multi-Touch Büchern.

Die Anwendungsbeispiele sind mannigfaltig:

  • Vorlesungsskripte weltweit über den iBookstore anbieten.
  • Vorlesungen und Seminare als iBooks nahtlos in iTunes University einbetten.
  • Tutorials und Manuals auf (ausgeliehenen Bibliotheks-) iPads anbieten.
  • Schulungen multimedial aufsetzen und 24/7 verfügbar machen.
  • Keynote-Präsentationen ohne große Mühe in ein Buch umwandeln.
  • Wissen komplex darstellen und abprüfen.
  • Sein Hobby zum Beruf machen: Ein iBook über Paul Cezanne.

Doch aufgepaßt! Die ZB Med warnt gleichzeitig vor den Tücken des Prozesses:

Da die ganze Entwicklung noch so sagenhaft jung ist, muß man wohl oder übel den Early Adopter-Preis bezahlen. Während die Gestaltung eines iBooks ein Kinderspiel ist, knirscht es beim Registrieren und Hochladen ordentlich im Apple-Getriebe, wie auch Ed Wallitt, der Autor von The Podmedics do Surgery, zu berichten weiß. Einen „Free Books Account“ bei iTunes Connect einzurichten, ohne den man kein Buch in den iBook-Store hochladen kann, ist momentan ein Vabanquespiel, wie Nutzer bei Apfeltalk berichten. Apple erstickt wohl zur Zeit in Anträgen.

Ich habe mir aber den Spaß nicht nehmen lassen, auch mal ein iBook zu erstellen, um die zahlreichen Features auszuprobieren. Sie können es hier herunterladen (26MB).

First iBooks Author Medical Textbook – for free

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The first interactive medical iPad iBook by the iBooks Author DIY Tool arrives in Apple’s bookstore, free to download.

The autor of „The Podmedics Do Surgery“, Dr. Wallitt, stated in an interview (highlighting by me):

From a technical perspective it was incredibly easy to create. In the past, to create a similar textbook would have required a detailed knowledge of Xcode, Objective-C and Cocoa touch. However with iBooks author, Apple have created a gateway for anyone with any word processing ability to create compelling and high-quality content.

It’s bold to prognose that in 12 months time there will be a lot of medical textbooks in the Apple store, some for free, some for little money? And even some German ones? Stay tuned!

Elsevier hat unsere Lehrbuchsammlung geschrumpft!

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Mit eLibrary student flat und mediscript Online plus zeigt uns Elsevier ein Zipfelchen einer möglichen Lehrbuch-Zukunft, in der Bücher nicht gekauft oder entliehen werden und in der nicht (nur) aus Büchern gelernt wird.

Ihre Lehrbuchsammlung mag auch in 10 Jahren noch genauso aussehen wie heute, aber jede Wette, dass Ihre Ausleihzahlen dann auch entsprechend sein werden.

Soll ich mich nun freuen, dass Medizinbibliotheken diesen Prozeß als erste miterleben dürfen, oder soll ich mir vor Angst darüber in die Hose machen?