Be prepared for the invisible

Heute ist mein Tag! Kaum schlage ich das Januarheft von JMLA (nicht hier sondern hier) auf, stelle ich fest, dass mein Vortrag The Medical Library of the Future: Be prepared for the invisible, den ich auf der INFORUM in Prag gehalten habe, zitiert wird. Smile! Stolz! Brustschwell! Es war im Jahre 2005, gefühlte 30 Jahre her also – ich konnte mich Null daran erinnern!

Alle meine damaligen Aussagen kann ich zu 100% unterstreichen – bis auf die E-Books, da bin ich mittlerweile doch radikaler.

AGMB-Tagung 2012


Save the Date: Die Planungen der diesjährigen Jahrestagung der AGMB e.V. laufen auf Hochtouren, werfen Sie schonmal einen kurzen Blick auf Ausstellungs- und Sponsoreninformationen sowie Eckdaten zur Programm- und Rahmenprogrammplanung.

Die Tagung wird am 24.-26.9.2012 unter dem Motto
Medizinbibliotheken 20XX. Zuverlässig, zukunftsweisend, unverzichtbar. im SuperC der RWTH Aachen stattfinden.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Mach‘ dich nackig! Google schafft Privatsphäre ab und die Zukunft

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Heute Morgen poppte bei allen Google-Benutzern weltweit obiges Popup (in Deutsch und 40 anderen Sprachen) auf und man wurde zu folgendem Disclaimer geleitet:

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Wird einst diese Meldung von zukünftigen Generationen als Startschuß zum persönlichen Assistenzbot angesehen werden (1992 bereits visioniert) oder ist dies der Aufgalopp zum endgültig gläsernen Menschen Kunden (à la Minority Report)? Oder beides? Oder habe ich nur zu viele Science Fiction gelesen in einer Phase, als mein Gehirn noch sehr plastisch war?

PS: Es soll immer noch Menschen geben, die Google-Dienste nicht benutzen bzw. nicht identifizierbar benutzen. Diese werden von Google als Nicht-Kunden bezeichnet. Google strebt an, seine Dienste nur noch Kunden zur Verfügung zu stellen.
PPS: Es ist sehr schwer Google nicht-identifizierbar zu nutzen. Ein simples „privates Browsen“, Löschen von Browser-History, -Cookies, etc; selbst wechselnde IP-Adressen reichen dazu nicht aus. Dein Browse-Verhalten ist wie ein Fingerdabdruck. Von den anderen Diensten ganz zu schweigen.

Frontalangriff auf Lehrbuchverlage

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Die Frage, die sich Autoren von LehrbÜchern rund um die Welt seit vorgestern stellen, lautet: „Wieviel sind 70% von 15 €?“ Und die Antwort ist einfach: Mehr, wesentlich mehr als sie pro Buch bei Thieme, Elsevier oder Springer je bekommen würden. Seit der Vorstellung von Apple’s iBooks2-App und der dazugehörigen, freien Authoring Software iBooks Author gehen die Twitter- und Kommentatorwellen im Internet hoch.

Meine Empfehlung:

Lieber Autor, wenn du gerade in Vertragsverhandlungen stehst: Pokere hoch! Lieber Verlag, wenn du gerade die 4.Auflage von xy herausbringst: Rechne mit selbstbewusster gewordenen Autoren. Liebe Bibliothek: Die Zeiten werden härter – so oder so.

Das erfolgreiche, proprietäre und geschlossene Ökosystem Apple – Apps – iOS bekommt die Erweiterung iPad – Lehrbuch. Und wird damit zum (gefährlichsten?) Gegenspieler eines anderen Ökosystems: Verlag – Lehrbuch – Bibliothek.

Jahresstatistik 2011: Kampf um die goldene Zitrone

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Nature, Springer und OUP kämpfen momentan um den Titel des langsamsten Zeitschriftenverlags. Jedenfalls was die Jahresstatistik 2011 angeht. Karger, Elsevier, Wiley, Thieme, Ovid sind schon längst durch, da tun sich diese Großen noch schwer. Nature und OUP haben dabei frühere Spitzenplätze zu verteidigen. Springer hatte erst durch Andocken an „The World’s Largest Scholarly Content Host“ in diversen Kategorien aufholen können, darunter (neben der langsamsten Jahresstatistik) die unübersichtlichste Webseite und den verstecktesten Usage-Link.

Nachtrag 20.1.: OUP kriegt schon mal die Zitrone für die langsamste Webseite 🙁

Foto: André Karwath, Wikimedia Commons