Ulrike RÜGER, Marlies HERRMANN, Anja KAISER und Christiane HOFMANN: Die Zentralbibliothek Medizin Leipzig
Zusammenfassung: Die Zentralbibliothek Medizin in Leipzig gehört zur Universitätsbibliothek und wurde 1993/94 gegründet. Personell ist sie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig zugeordnet.
Der Artikel gibt einen kurzen Überblick zur Geschichte, zur derzeitigen Situation und zu den zukünftigen Entwicklungen der Zentralbibliothek Medizin.
Melanie KINTZEL und Sven PETTERSON: Die Ärztliche Zentralbibliothek des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Zusammenfassung: Der folgende Beitrag porträtiert die Ärztliche Zentralbibliothek am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Zunächst werden die Geschichte, die Aufgaben und organisatorische Einbindung der Bibliothek dargestellt. Es folgt eine Beschreibung der Angebote und Dienstleistungen. Der Beitrag schließt ab mit der Vorstellung aktueller Projekte sowie ausgewählten Kennzahlen der Bibliothek.
Hiltraud C. KRÜGER: Die Medizinische Hauptbibliothek an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main
Zusammenfassung: Die Geschichte der Medizinischen Hauptbibliothek beginnt 1908, sechs Jahre vor Gründung der Frankfurter Universität. Ehemals eine städtische Einrichtung, ist die Bibliothek seit 2005 eine Bereichsbibliothek der Universitätsbibliothek und gehört zur Goethe Universität Frankfurt am Main. Hauptaufgabe der Medizinischen Hauptbibliothek ist die Literaturversorgung der Ärzte und Medizinstudenten des Universitätsklinikums. Historisch bedingt kann außerdem jeder Bürger Frankfurts und sogar Hessens einen Leserausweis bekommen und die Bibliothek mit Einschränkungen nutzen.
Schlüsselwörter: Goethe-Universität Frankfurt, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Medizinische Hauptbibliothek – Entwicklung
Michaele ADAM, Eva POLLACK, Michael GOLSCH: Thinking the Future – Die Zweigbibliothek Medizin der SLUB Dresden plant ihren Neubau
Zusammenfassung: Die Zweigbibliothek Medizin der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) plant einen Neubau, der ihr nachhaltige Entwicklungsperspektiven als Ort des Lernens und der Kommunikation auf dem Medizincampus in Dresden-Johannstadt wie auch als Standortfaktor für wissenschaftliche Informationsvermittlung im Universitätsklinikum und in der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden eröffnet.
Der Beitrag erläutert die Konzeption des Vorhabens und stellt darüber hinaus das heutige Leistungsspektrum der Bibliothek vor.
Schlüsselwörter: SLUB Dresden, Zweigbibliothek Medizin, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Teil 3 von Heft 2-3/2009 von GMS MEDIZIN – BIBLIOTHEK – INFORMATION wurde heute freigeschaltet.
Die aktuelle Ausgabe, die als Doppelnummer konzipiert ist und in mehreren Teilen erscheint, ist dem Schwerpunktthema „Medizinbibliotheken an Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ gewidmet.
Für Februar 2010 ist die Veröffentlichung einiger weiterer Beiträgge als Teil 4 – und Abschluss – der aktuellen Schwerpunktausgabe geplant (darunter der Beitrag über die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin in Köln).
GMS Medizin – Bibliothek – Information ist das elektronische Journal der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen und dient der Veröffentlichung von Beiträgen aus dem Bibliotheks- und Informationswesen, wobei der Focus auf Themen liegt, die fr medizinische Hochschulbibliotheken, Krankenhausbibliotheken und Pharmabibliotheken von besonders großem Interesse sind. GMS Medizin – Bibliothek – Information erscheint dreimal pro Jahr, wobei ein Teil jeder Ausgabe einem Schwerpunktthema gewidmet ist.
Das Library Journal warnt uns dankenswerterweise vor einer neuen sozialen Bewegung (buchstäblich!) in Bibliotheken: As Finals Approach, Students De-Stress at Library Dance Parties. Hier ein ganz besonders nettes Event: Um die Ruhe in der Bibliothek nicht zu stören, macht man halt einfach eine „silent dance party“: … students gathering at an appointed time and place, dancing with headphones and listening to music synchronized to a starting signal …
Hintergrund ist der immense Stress gerade in den Examenswochen (s.a. JMU East Campus Library Flashmob). Durch die – jetzt möglich gewordene – nächtelange Lernerei in der Bibliothek staut sich da wohl etwas auf, dass einfach nur raus muß! Die Studis sind nicht doof, suchen sich ein Ventil und verabreden sich in StudiVZ oder Facebook zu Flashmobs. Wo? Natürlich in der Bibliothek, da macht es am meisten Spass. Endlich kann man mal all das tun, was einem die sturen Bibliothekianer immer verbieten: Laut sein, Schwitzen, unkorrekt anziehen, Singen, Musi, Unsinn, Gruppengetöse, Auf dem Tisch tanzen, Zusammenrottungen aller Art. Ich bin so etwas zwiegespalten zwischen „Na denn, viel Spaß!“ und „Um Gottes Willen, wenn da mal ein Geländer nachgibt und die Massenpanik ausbricht.“
Aus den Kommentaren wird deutlich, dass die Bibliothek als repressive Organisation empfunden wird, deren „Regeln“ man als Beschränkung empfindet. Das ganze „Sich-Benehmen-Müssen“ wird als zusätzlicher Stress zum Prüfungsstress wahrgenommen. Vermutlich wissen die Flashmobber aber genau, dass es ohne diese Regeln nicht geht, dass sie ohne diese Regeln nicht Lernen könnten (aber Lernen ist ja auch verhaßt 😉 ), trotzdem (oder gerade deswegen) wendet sich der Frust, die wochenlange Kontrolle des Überichs, zum Schluß ins Gegenteil. Ist das typisch amerikanisch?
Dass die Welle auch nach Deutschland überschwappt, war nur eine Zeitfrage, erste Raver machten Party in der FH Kempten Bibliothek, leider nicht ganz so leise wie oben…, oder in Greifswald. Hier in Münster sind wir jedenfalls ganz relaxt: Angesichts unserer westfälischen Mentalität kann solch ein Unfug hier NIE passieren! 😉
Allerdings die Berliner könnten uns auch mal über die Flashmobs bei sich im Hause informieren, warum muß man so ein Juwel immer erst auf YouTube finden??
PS: Neben Flashmobs engagiert sich die überaus rührige Charité-Fachschaft auch bei Besetzung eben dieser Bibliothek:
Während des gesamten Wochenendes wird die Bibliothek geöffnet bleiben. Ihr seid dort gerne willkommen um gemütlich beisammen zu sein, zu diskutieren, lernen oder einfach nur die Aussicht zu genießen. Auch nachts könnt ihr in der Bibliothek bleiben, bringt einfach einen Schlafsack und eine Isomatte mit. Wir versuchen euch auch abends immer ein spannendes Rahmenprogramm zu bieten!
Das ist doch nix Besonderes, das läuft bei uns immer…
PS: Wen’s interessiert, in obigem Fachschaftsforum ist auch die Ankündigung der Bibliothek zu finden, ab 2010 1/2 Mio. Euro einsparen zu müssen. Die nachfolgende Diskussion (Öffnungszeiten vs. Neue Bücher) ist ganz interessant. Gottseidank haben wir noch Studienbeiträge, aber das kann jedem passieren.