(J)AMA-Archive

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Die etwas confusing to the end user angebotene Backfiles Collection der AMA-Zeitschriften (1883-1997) kostet zwar schlappe 18.000 USD, beglückt uns dafür auch mit 12.850 Heften und 2 Mio. Seiten. Alleine JAMA (14.760 USD = 9.999 EURO) kommt in PubMed auf knapp 46.000 zusätzliche Artikel von 1960-1997, wenn ich mich nicht irre (irgendwie sind da 6622 Volltexte zuviel). Bei angenommenen 180.000 Artikeln (hat jmd genauere Zahlen?) sind das supergünstige 10 US-Cent pro Artikel (aber obacht: Eine Annual Maintenance Fee von $395 ist angesagt).

Na, ist das nicht ein schönes Weihnachtsgeschenk für den Campus? Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Bitte nur ernsthafte Zuschriften unter dieser URL…

Wir wollen alles einfach blitzschnell

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Ist dieser ubiquitäre Weihnachts-Spruch einer bekannten (wenn auch von mir persönlich ungeliebten) Kabelfirma, einer den wir uns merken antun müssen? Weil unsere Nutzer auch genau das wollen? Alles – Einfach – Blitzschnell? Im Entertainmentbereich klingt das reichlich hedonistisch und couchpotatomässig, aber in der Medizin ist’s nur logisch (auch wenn hier Krafty einen klitzekleinen Einwand hat: Is Getting the Answer Quickly the Most Important Thing?, muß ich später einmal im Detail analysieren). Aber wenn ich da unsere UKM-Weihnachtsgeschichte dagegen halte (PDF), dann gibts nur eins zu konstatieren. Alles – Einfach – Blitzschnell: Das klingt wie der Slogan einer Medizinbibliothek.

Spammer schonen Umwelt, u.a. mit Kohlsuppe

kohlsuppe

Der Text der heutigen Spam-Mail war wirklich zu süß…

Diese Art der Korrespondenz ist absichtlich von uns gewählt worden, um wertvolle Naturressourcen zu schonen. Das E-Mail ist ausdrücklich nicht verschickt worden, um Ihre Vorgänge zu stören und dient ausschliesslich dazu, Sie auf einfachste Weise unverbindlich zu informieren.

Danke für diese Schonung. Nein, meine „Vorgänge“ können in der Tat nur schwer gestört werden… Aber schön zu wissen, dass Prosana uns wohl auch deshalb schont, weil die Kohlsuppe in Kapseln kommt.

Alumni und Bibliotheksressourcen: Remote access zum Schockpreis

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Anläßlich einer entsprechenden Dekanatsanfrage (man will ja was tun für diese neu entdeckte und heftig beworbene Klientel) haben wir mal bei verschiedenen Verlagen um Alumni-Angebote gebeten und waren doch baff erstaunt über die Antworten (if any). Als erstes hat mich gewundert, dass viele Zeitschriften nicht über sowas nachgedacht haben und kein entsprechendes Geschäftsmodell haben. Und auch unter (deutschen) Bibliotheken waren Präzedenzfälle nicht zu finden, wie mir Agenturen zuverlässig berichteten. Anfragen ja, aber keine Umsetzung.

Wie dem auch sei, nach hartnäckigem Bohren („wollen Sie keine Datenbank kaufen, da sind Alumni-Optionen kein Problem“) bekamen wir genügend Angebote ins Haus, um auf unseren Komplettbestand hochrechnen zu können. Was meinen Sie, wieviel man zusätzlich auf den Tisch legen muß, um die drei Alumni-Downloads am Tag befriedigen zu können? (Mehr sind es nicht, siehe A Library Card Under the Christmas Tree) Im Dekanat wurde es anderntags auf einmal sehr still, als ich die Zahlen vorstellte: Man muß tatsächlich (mindestens) noch einmal diesselbe Summe drauflegen, die man bereits für Zeitschriften ausgibt. Es würden also – bei unserem Zeitschriftenetat von 600.000€ – zusätzliche Kosten in Höhe von 800.000 – 1.000.000 € anfallen. 😯

Ich finde das Angebot nicht, aber ein gutes Beispiel ist das American Journal of Physiology, für dessen Alumni-Version APS 3.000 USD haben wollte.