Neues Layout für medinfo

Ich dachte, dass mal nach ein paar Jahren ein neues Layout (Blue Zinfandel WordPress Theme von Brian Gardner) fällig sei, am besten dreispaltig, zur Unterbringung der wachsenden Informationen…

Nachtrag: Nach diversen Stylesheet-Änderungen (man lernt nie aus) soltle alles wieder stimmen (Das Einzige, was noch offen ist, wieso der Footer mal rechts und mal unten erscheint, aber da hoffe ich auf Hilfe von Edlef…). Falls nicht: Bitte Nachricht! Ebenso, wie Ihnen das neue Layout gefällt.

Espresso Book Machine – Revolution der Erwerbung?

Die Espresso Book Machine könnte nicht nur eine Revolution des Buchdrucks, sondern auch eine für Bibliotheken sein, wenn wir bereit wären, unsere Geschäftsgänge ein bisschen umzustellen:

Benutzer kommt zur Auskunft: „Ich hätte gerne das Buch XYZ.“
Auskunft (schlägt im Katalog nach): „Wir haben es nicht vorrätig. Hätten Sie vielleicht einen Moment Zeit, dann drucken wir es Ihnen aus?“
Benutzer: „Was kostet das denn?“
Auskunft: „Das kostet Sie gar nichts, außer 2,40€ für einen Espresso in unserem Coffee Shop.“
Benutzer: „Hä?“
Auskunft: „Kleiner Scherz. Die meisten trinken einen Kaffee, um die Wartezeit von 10 Minuten zu überbrücken, bis das Buch ausgedruckt und verbucht ist.“

Ich will auch eine!!

Ich kann mir gut vorstellen, dass der sofortige Ausdruck von Büchern auch in Bibliotheken absolut Sinn macht. Getreu der Evidenz(?), dass desiderierte Bücher 1,67-mal öfter ausgeliehen werden als vom Bibliothekar (prophylaktisch, in Antizipation eines wie auch immer imaginierten Bedarfs) gekaufte (Abrams auf der IFLA 2009 via @xenzen).

„So maybe you have to turn all the books into movies so nobody has to waste their time“

The End By Boris Kachka OR: Have We Reached the End of Book Publishing As We Know It? (NY Magazine, 14.9.2008): The book business as we know it will not be living happily ever after. With sales stagnating, CEO heads rolling, big-name authors playing musical chairs, and Amazon looming as the new boogeyman, publishing might have to look for its future outside the corporate world.

Abstimmung: Zukunft der Lehrbücher

According to Bits Of Destruction Hit the Book Publishing Business Three Big Waves Hitting the Industry:

1. The digitization of print books by Google Book Search.
2. Increasing consumer acceptance of e-books, mostly because of the Kindle.
3. Print on demand.

Was wird dies mit Lehrbüchern machen, was wird dies für Auswirkungen auf Bibliotheken haben, die sich – wie wir – auf die Ausleihe und das Direktkonsumieren von Lehrbüchern spezialisiert haben?

Im ersten und zweiten Teil der Serie stößt man auf Zitate, die auch für die Zeitschriftenindustrie gelten könnten:

Will authors get more than the 8 to 15% share of the pie that they currently get? That should be possible, because a few big pie-sharers have been eliminated by the Kindle, namely:
* Printer: 10%
* Distributor: 10%
* Retailer: 40%.

Die Zeitschriftenverlage haben es bis jetzt hervorragend verstanden, die für Print, Distribution und Retailer eingesparten 60% für sich einzuheimsen (Shareholder/Societies Value) und nicht etwa an die Autoren oder Bibliotheken weiterzugeben. Und warum das so ist:

Publishers have had all the power till now. The bane of an author’s life has been to find a publisher. Plastering the wall with rejection letters and recounting tales of arrogant editors are rites of passage for every author.

Genauso spielt sich das wohl auch bei den wissenschaftlichen Zeitschriften ab.

Jetzt wird es aber spannend, denn bei der Beschreibung der Retailer (Bookshops) werden die Analogien zu uns Bibliotheken augenscheinlich:

Here is a bookstore owner’s nightmare. Customer walks in; browses around; has grand old time in this temple of knowledge; peruses a book that costs $27; takes out Kindle and orders it for $17, right there in front of your nose, using your wi-fi connection. Aaagh! You wake up sweating at 3:00 in the morning.

Bei uns geht’s nicht ums Kaufen, aber stell‘ dir ein Buch vor mit einem besonderen Mehrwert, das nur an Studenten verkauft wird. Bibliotheken können es nicht kaufen oder verleihen. Mir fallen spontan Lernkarten, die Lehrbücher von Elsevier oder Bücher für e-Bookreader ein.

Have you noticed that bookstores are becoming more like coffee shops and coffee shops are becoming more like bookstores? And that both have wi-fi? Retail bookstores might look more like community hang-out spots in future, with the following:
* Good (but expensive) coffee and snacks,
* Free wi-fi,
* A few best-selling books and DVDs (under the sale or return policy),
* A way for patrons to order any book in the universe, while taking a cut of the transaction.

Am meisten hat mich aber die Aussage elektrisiert, dass Bücher zunehmend ergebnisorientiert statt erlebnisorientiert gelesen werden. In unserem Setting ist dass schon lange offensichtlich: Studenten wollen schließlich ihre Prüfungen bestehen und nicht in lauter Wissen ertrinken – aber das bedeutet natürlich auch, dass sobald es etwas gibt, das schneller oder erfolgsversprechender zum Ergebnis führt, das alte Lehrbuch obsolet wird. Und damit auch eines der erfolgreichsten „Geschäftsmodelle“ von Bibliotheken.

Are Textbooks History?

Via mobilehealthnews:

Textbooks have not gone the way of the scroll yet, but many educators say that it will not be long before they are replaced by digital versions — or supplanted altogether by lessons assembled from the wealth of free courseware, educational games, videos and projects on the Web.