AGMB-Tagung Treffpunkt 2 „Vergleich UptoDate/Doctor-Consult/MDConsult/Dynamed“

Wie schon angekündigt, haben wir für die diesjährige Tagung mit „Treffpunkt AGMB“ eine  neue Veranstaltungsform in das Programm aufgenommen, bei der der direkte Erfahrungsaustausch im Vordergrund steht. Die Treffpunkt-Themen sind nun im Programm zu finden. Sie beruhen auf konkreten Fragen, die sich den AGMB-Mitgliedern in der Praxis stellen.  Zur Einstimmung sind hier Originalzitate aus den Themen-Vorschlägen zu finden. Wer Lust hat, schon vor der Tagung den Austausch zu beginnen und/oder weitere Fragen zu diesem Treffpunkt-Thema anzubringen, kann dies hier auf dieser Seite tun.

Treffpunkt 2:

Vergleich UptoDate/Doctor-Consult/MDConsult/Dynamed

„Mich, und sicher auch etliche andere große und kleine Klinik-Bibliotheken, interessiert der Vergleich hinsichtlich Einsatz, Finanzierungsmodelle, Nutzung und Akzeptanz der Datenbanken MDConsult, DoctorConsult, UpToDate und Dynamed.“

AGMB-Tagung Treffpunkt 1 „Präsentation von E-Book-Beständen“

Wie schon angekündigt, haben wir für die diesjährige Tagung mit „Treffpunkt AGMB“ eine  neue Veranstaltungsform in das Programm aufgenommen, bei der der direkte Erfahrungsaustausch im Vordergrund steht. Die Treffpunkt-Themen sind nun im Programm zu finden. Sie beruhen auf konkreten Fragen, die sich den AGMB-Mitgliedern in der Praxis stellen.  Zur Einstimmung sind hier Originalzitate aus den Themen-Vorschlägen zu finden. Wer Lust hat, schon vor der Tagung den Austausch zu beginnen und/oder weitere Fragen zu diesem Treffpunkt-Thema anzubringen, kann dies hier auf dieser Seite tun.

Treffpunkt 1:

Präsentation von E-Book-Beständen (inkl. Open-Access-E-Books), Gemeinsamer Betrieb einer Elektronischen Buchbibliothek?

„wir haben für unsere Bibliothek immer noch keine geeignete Lösung gefunden, um unsere e-Books nutzerfreundlich zu präsentieren. Dabei sollte es um eine Zusammenführung der e-Books aller Verlage und der Open-Access-Bücher gehen. Wir wissen ja alle, dass die Lösungen auf den Plattformen der Verlage gelinde gesagt sehr zu wünschen übrig lassen und es außerdem für den Nutzer eine Zumutung ist, sich auf mehreren Plattformen orientieren zu müssen.

Deshalb möchten wir gerne dieses Problem thematisieren:
1. Wie präsentieren die Bibliotheken ihre e-Book-Bestände?

2. Wie beziehen wir die Open-Access-e-Books ein?

3. Wäre es nicht sinnvoll, dass wir eine Datenbank gemeinsam betreiben, die analog der EZB die gleichen Funktionalitäten bietet?

4. Wer könnte so eine Elektronische Buchbibliothek technisch betreuen? (Eine Idee hätten wir schon!) Möglicherweise könnte man sogar die technischen Strukturen der EZB nutzen und anpassen an die Erfordernisse für e-Books.“

Ergebnis: Als erstes, wenn ich morgens ins Büro komme,…

Als erstes, wenn ich morgens ins Büro komme,…

* mache ich den PC an (47%, 48 Stimmen)
* begrüße ich die Mitarbeiter (25%, 26 Stimmen)
* checke ich meine Emails (23%, 23 Stimmen)
* setze ich den Kaffee auf (13%, 13 Stimmen)
* rette ich die Welt und rufe auf zu … (12%, 12 Stimmen)
* twittere ich, das ich jetzt im Büro bin (5%, 5 Stimmen)
* gieße ich die Blumen (3%, 3 Stimmen)
* hole ich meine Morgentoilette nach (2%, 2 Stimmen)
* begrüße die ersten Benutzer (2%, 2 Stimmen)
* checke ich mein Make-up (1%, 1 Stimmen)
* begrüße den Chef (1%, 1 Stimmen)
* checke ich StudiVz/Facebook (0%, 0 Stimmen)

Summe: 102 Antwortende, 138 Antworten

Twittern auf Deutsch: Schier unmöglich

winnipeg

In Tweeting in English and German: Motivationsfördermaßnahmisierungen macht sich Mark Rabnett, seines Zeichens „Pharmacy and Pharmacology Librarian“ der Health Sciences Libraries of the University of Manitoba, lustig über Sorgen um die deutschen Twitterer, denn „For German clientele Twitter must be a tight fit indeed“.

German is heavily inflected, expansive and loquacious and likes to swing its weight around. How then can this brawny linguistic Siegfried be squeezed into Twitter’s tight corsets? Twitter is El Greco to German’s Rubens. Twitter is Jack Sprat and German is his wife. Twitter is gossamer and lace; German is horns and hides. Twitter tweets the Minute Waltz; German bellows Tristan. But these mismatches don’t deter many Valkyries from slipping into ballet slippers. Let’s take a closer look at how bulky German verbosity does blogging lite.

… in the language of modern day Saxony (or Salzburg or Zürich), where Twitter updates are called Befindlichkeitsmeldungen, the monosyllabic roots it shares with its near relative have evolved differently. The lengthy word combinations of modern German give little trouble to German speakers, but we anglophones invariably find them confusing and threatening, like coiled barbed wire or algebra. As Mark Twain said, some German words are so long they have a perspective. When you are reading even a simple news story in Der Spiegel, massive alphabet clusters streak across your vision like tracer fire. In a recent post from one of my favourite medical library blogs, medinfo, I encountered the daunting word Motivationsfördermaßnahmisierungen, which means something like “efforts at motivation-promoting measures.” Try adding a few words of that heft to Twitter’s modest text box and you’re headed for serious Twitter malfunction.

Ja, lieber Mark, da hast du ja deinen weisen Finger in eine schwärende Wunde gelegt. Reicht es nicht, dass wir selber unter unserer Sprache leiden müssen? Müssen sich jetzt auch noch die Kanadier über uns lustig machen? Ach was, die Kanadier – die Winnipeger! Wir leiden ja selber weißgott genug unter den deutschen Wortungetümen und Komposita, die nicht nur jedweden Schlagwortkatalog mit der Zeit verschleimbeuteln (daran haben wir uns inzwischen ja gewöhnt) sondern nun auch noch – seriously – den Aufbruch in die Moderne behindern (Twitter malfunctions!).

Aber es kommt noch dicker, Mark legt noch eine Schippe drauf:

In most cases German requires an inordinate amount of space to express itself. This makes for somewhat terse Twitter communications. Take this modest, housekeeping tweet from a medical library in Münster, the Zweigbibliothek Medizin der Universitäts- und Landesbibliothek Münster:

Die Dachdeckerarbeiten sind abgeschlossen, das Zeitschriftenmagazin ist wieder zugänglich.

An awful lot of clotted letters to make two points: that roof work has ended and that library patrons once again have access to a journals storage room.

Was mich aber unsäglich freut (und ‚meinen Tag macht‘): Vor meinem geistigen Auge sehe ich einen kanadischen Bibliothekar, der sich abmüht in seinen riesigen deutschen Wörterbüchern den Begriff „Motivationsfördermaßnahmisierungen“ zu finden. hahaha!! Reingelegt!! Mark, Motivationsfördermaßnahmisierungen gibt es gar nicht, ätsch!! Deutsche Bibliothekare sind nämlich (im Gegensatz vielleicht zu Winnipeger oder Manitobaer Bücherwürmern) schon von Haus aus so dermassen motiviert, dass sie weder gefördert noch gemaßnahmt werden müssen, ha!

Nature Medicine: Insider guide to plagiarism

Wie Nautilus schreibt, hat nun auch Nature Medicine als letztes Nature-Journal einen Insider’s guide to plagiarism erstellt. Im Juli-Editorial (Nat. Med. 15, 707; 2009) wird genau beschrieben, wie man’s nicht machen soll:

„You don’t have the resources to do the experiments? Don’t worry! A little creative writing might be all you need to sail through the financial crisis. Here’s how: use a solid paper as your base; carry out a parallel set of experiments in your favorite model; tweak the data so that the numbers are not identical but remain realistic; and, when you’re ready to write it all up, paraphrase the original paper ad libitum. Last, submit your new manuscript to a modest journal in the hopes that the authors of the paper you used as ‚inspiration‘ won’t notice your ‚tribute‘ to their work—even though imitation is supposed to be the sincerest form of flattery, their approval of your ‚reworking‘ of their paper cannot be guaranteed. If all goes well, getting a couple of these manuscripts under your belt might make all the difference when you apply for that elusive grant.“