Finanzkrise: US-Zoos drohten mit Tötung ihrer Tiere (und womit drohen wir?)

Unter der Überschrift Knappe Kassen: US-Zoos drohten mit Tötung ihrer Tiere berichtet der Spiegel von der erfolgreichen Erpressung von Politikern durch einen einfallsreichen Zoodirektor.

Kein Geld, keine Löhne, kein Futter: Nach der massiven Kürzung staatlicher Finanzhilfen haben zwei Zoos im US-Bundesstaat Massachusetts mit dem Einschläfern von Tieren gedroht. Jetzt sollen wieder staatliche Gelder fließen.

Wie genial, wenn auch Bibliotheken solch mächtige Druckmittel hätten! Doch womit können wir drohen, wenn’s mal hart auf hart kommen sollte (versprochen: nach der Bundestagswahl)? Mit der Verbrennung Aussetzung von Büchern? Mit dem endgültigen Einstauben? Mit der Erschiessung des Bibliotheksmaskottchen? Leute, machen wir uns nichts vor: Wenn jemals die Bibliothek „Kein Geld, keine Löhne, kein Futter“ haben sollte, dann interessiert sich keiner für die Verzweifelungsschreie nicht gelesener, ausgesetzter Bücher. Bücher leiden stumm. Politiker wissen das…

Downtime -> 2.8.1

Mach‘ mal ’nen Upgrade. Könnte hier biss’chen düster werden.

So, alles erledigt. Wenn’s irgendwo mal hapert, bitte melden.

Repositorien: Der grüne Weg zu Open Access Publishing aus der Perspektive der International Association of Scientific, Technical & Medical Publishers (STM)

Barbara KALUMENOS, Bruno BAUER: Repositorien: Der grüne Weg zu Open Access Publishing aus der Perspektive der International Association of Scientific, Technical and Medical Publishers (STM): 10 Fragen von Bruno Bauer an Barbara Kalumenos, Director of Public Affairs bei STM

Zusammenfassung: Befürworter von Open Access Publishing fordern, das etablierte wissenschaftliche Publikationswesen, insbesondere das System der subskriptions- und lizenzfinanzierten wissenschaftlichen Zeitschriften, durch das Open Access Publishing-Modell zu ersetzen. Wissenschaftliche Fachpublikationen sollen unmittelbar und kostenfrei über das Internet zugänglich sein, wobei das Copyright beim Autor bleibt.
Stand dabei zunächst die Primärpublikation eines wissenschaftlichen Fachartikels in einer Open Access Zeitschrift im Mittelpunkt, so verlagerte sich der Handlungsschwerpunkt der Open Access Befürworter in jüngster Zeit auf die Zweitpublikation in der Form der Selbstarchivierung von wissenschaftlichen Fachartikeln in institutionellen Repositorien.
Das aktuelle Interview mit Barbara Kalumenos informiert über die International Association of Scientific, Technical & Medical Publishers (STM; http://www.stm-assoc.org/) und deren Einschätzung von Open Access. Thematisiert werden sowohl der Goldene Weg zu Open Access als auch der Grüne Weg zu Open Access sowie die Kostenfrage. Angesprochen werden auch die Voraussetzungen für einen Paradigmenwechsel zu Open Access Publishing, Perspektiven für das wissenschaftliche Publikationswesen 2020 sowie die mögliche zukünftige Rolle von Bibliotheken.

Schlüsselwörter: Open Access Publishing, Wissenschaftliches Publikationswesen, Zukunft, Grüner Weg zu Open Access, Institutionelles Repositorium, Verlag, Association of Scientific, Technical Medical Publishers (STM)

BMBF-Förderprogramm für Bibliothekare: Was machen Sie als erstes, wenn Sie morgens ins Büro kommen?

In der Reihe Förderung von Sachen, die es längst gibt, will das souverän geleitete BMBF nicht nur eine Bibliometrie-Datenbank gründen und solchermassen der deutschen Forschung zu neuen Höhenflügen verhelfen, sondern auch dem Bibliothekswesen neue Impulse vermitteln. Dazu soll in einer dreijährigen Studie die individuelle Charakterstruktur von Bibliothekaren erforscht werden, um kustomisierte und optimisierte Motivationsfördermaßnahmisierungen zu entwickeln. Sämtliche bekannte deutschen Beamtenpsycho- und Angestelltenöko-Institute (oder andersrum) und Personalvertretungen sitzen mit im Förderungstopf-Boot, so dass nix schiefgehen kann.

Als erste Maßnahme wurde medinfo bestochen beauftragt, eine repräsentative Umfrage über das frühmorgendliche Sozialverhalten deutscher Bibliothekare durchzuführen. Nach einigen finanziellen Streitereien ethischen Bedenken haben wir uns entschlossen, unseren wenn auch kleinen Anteil an der Steigerung der Gesamtarbeitsleistung der deutschen Bevölkerung zu erbringen und die rechts oben eingeblendete Umfrage zu starten. Bitte antworten Sie zahlreich, jede Antwort spült 50 Euro in meine Tasche auf das Konto der Bibliothekare ohne (Motivations)Grenzen.

Ergebnis: Private Anfragen

Die Abstimmung nach „Bedienen Sie auch private Anfragen?“ wurde von 16 Personen beantwortet. Wie nicht anders zu erwarten, bedient die große Mehrheit (69%) diese Requests, etwa halb-halb aus „freien Stücken“ bzw. weil man privat und fachlich schwer trennen könnte. Auf der anderen Seite finde ich es doch erstaunlich, dass immerhin fast ein Drittel (31%) keine privaten Anfragen erledigen – vermutlich handelt es sich hier um Institutsbibliotheken, die klar zwischen Benutzer und Nicht-Benutzer private/dienstliche Anfragen trennen können?

Ergebnis im Detail:

* privat und fachlich schwer zu trennen (38%, 6 Stimmen)
* ja, generell (31%, 5 Stimmen)
* ja, aber nur von unseren Benutzern (19%, 3 Stimmen)
* nein, generell nicht (13%, 2 Stimmen)