The management of an international open access repository: the case of E-LIS

Antonella DE ROBBIO, Michael KATZMAYR: Management eines internationalen Open Access-Archivs: das Beispiel E-LIS

Zusammenfassung: E-LIS ist das größte Open Access-Archiv für das Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen und wird von einem internationalen Team aus dem Bibliotheks- und Informationswesen ehrenamtlich betrieben. Mit April 2009 sind rund 9000 Dokumente im Volltext von über 5600 AutorInnen aus 90 Ländern in 37 Sprachen verzeichnet. Neben dem Anbieten von Services für AutorInnen und Fach- und Berufsverbänden ist das Management bezüglich der Grundlagen und Richtlinien von besonderer Bedeutung. E-LIS hat sich deshalb unter anderem einem entsprechenden Audit unterzogen und bemüht sich um eine standardisierte Kommunikation der Richtlinien und Grundsätze.

Schlüsselwörter: Open Access, thematisches Archiv, Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Organisation, Richtlinien

EconStor: ein fachliches Repositorium für die Wirtschaftswissenschaften

Timo BORST, Jan B. WEILAND: Nuancen in Grün: EconStor: ein fachliches Repositorium für die Wirtschaftswissenschaften

Zusammenfassung: Mit der Migration auf die international verbreitete Repository-Software DSpace Anfang 2009 präsentiert die „Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften“ (ZBW) ihren Dokumentenserver mit neuem Webauftritt und unter einem neuen Namen: EconStor. Zusätzlich zu den bereits in der Vorgängeranwendung OPUS umfangreich nachgewiesenen elektronischen Arbeits- und Diskussionspapieren, überwiegend von deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten und Forschungsinstituten, sollen für EconStor verstärkt weitere Publikationsarten eingeworben werden, insbesondere Postprints. Im Rahmen des von der Europäischen Union (EU) geförderten Projekts „Network of European Economists Online“ (NEEO) nutzen bereits zahlreiche Forscherinnen und Forscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft EconStor zur Bereitstellung ihrer Publikationen nach dem Open-Access-Prinzip.
Für fachliche Repositorien ist eine Integration in die etablierten Angebote der Fachinformation von hoher Bedeutung für eine möglichst weite Verbreitung und Nutzung in der eigenen Forscher-Community. Neben der Einspielung bestimmter Arbeitspapierserien in die Fachdatenbank „Research Papers in Economics“ (RePEc) plant die ZBW, über eine Schnittstelle zur eLibrary des „Social Science Research Network“ (SSRN) einen analogen Service für dieses international ebenso renommierte Forscher-Netzwerk aufzubauen.
Grundvoraussetzung zur Realisierung der genannten Vorhaben ist ein Dokumentenmanagement-System, dass offen ist für die technischen Anpassungen, die sich aus diesen spezifischen Anforderungen ergeben. Es werden die Kriterien erläutert, die zur Auswahl von DSpace als Repository-Software geführt haben.

Schlüsselwörter: Wirtschaftswissenschaften, fachliches Repositorium, Open Access, NEEO, RePEc, SSRN, DSpace

Nuancen in Grün: Betrieb eines institutionellen und disziplinären Repositoriums – Erfahrungen und Entwicklungen an der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

Ulrich HERB, Matthias MÜLLER: Nuancen in Grün: Betrieb eines institutionellen und disziplinären Repositoriums – Erfahrungen und Entwicklungen an der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

Zusammenfassung: Seit 1999 betreibt die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek EPublishing-Angebote. Spezifische Anforderungen, die sich aus der Funktionsvielfalt als Universitäts-, Landes- und Fachbibliothek Psychologie ergeben, führten zu einer Diversifizierung des Self-Archiving-Angebots der Bibliothek. Dieser Artikel beschreibt
a) die Erfahrungen aus dem Betrieb je eines institutionellen und disziplinären Repositoriums
b) derzeitige Projekte, die drauf zielen, Repositories für Wissenschaftler attraktiver zu machen und
c) die sich anbahnende Ergänzung der Repositorien durch einen Open-Access-Verlag für die Universität des Saarlandes und das Fach Psychologie.

Schlüsselwörter: Open Access, elektronisches Publizieren, institutionelles Repositorium, disziplinäres Repositorium, Erfahrungsbericht, Universitätsbibliothek, Landesbibliothek, Sondersammelgebietsbibliothek, Psychologie, Universitätsverlag, Jahresbibliographie, Metadaten-Harvesting

Unterstützung des Grünen Weges zu Open Access an der Max-Planck-Gesellschaft

Christoph BRUCH, Anja LENGENFELDER: Unterstützung des Grünen Weges zu Open Access an der Max-Planck-Gesellschaft

Zusammenfassung: Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) unterstützt gleichrangig den Goldenen und den Grünen Weg zu Open Access praktisch und politisch nachhaltig.
Im Kontext des Grünen Wegs betreibt sie mit eDoc ein zentrales institutionelles Repositorium für die MPG. Die gleichnamige Software hierzu ist eine Eigenentwicklung. Aufbauend auf den Erfahrungen und Wünschen der Nutzer wird derzeit eine neue Anwendung (PubMan) basierend auf dem eSciDoc Framework institutsweise eingeführt. eSciDoc ist ein Kooperationsprojekt mit dem FIZ Karlsruhe und wird vom BMBF bis 2009 gefördert. Sämtliche Anwendungen und Services können als Open Source-Produkt kostenfrei nachgenutzt und weiterentwickelt werden.
Neben der Entwicklung und dem Betrieb technischer Infrastrukturen wird der Grüne Weg an der MPG durch die direkte und indirekte personelle Unterstützung der Wissenschaftler beim Publikationsprozess gefördert. In diesem Zusammenhang spielt auch der enge Austausch zwischen den einzelnen Max-Planck-Instituten, der Max Planck Digital Library und weiteren nationalen und internationalen Partnern eine wichtige Rolle.
Mit der Berliner Erklärung von 2003 und aktuell der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Wissenschaftsallianz wird dieses Engagement für Open Access auch politisch vertreten.
In diesem Artikel werden neben eDoc bzw. PubMan die Open Access-Politik der MPG unter besonderer Berücksichtigung der Aktivitäten im Bereich des Grünen Weges vorgestellt und erläutert.

Schlüsselwörter: Open Access, Institutionelles Repositorium, Selbstarchivierung, Grüner Weg, wissenschaftliches Publizieren, Digitale Bibliothek, Berliner Erklärung

Open Access am Standort D – erweiterte Perspektiven für die Wissenschaft

Birgit SCHMIDT, Karin ILG-HARTBECKE: Open Access am Standort D – erweiterte Perspektiven für die Wissenschaft

Zusammenfassung: Mit der zunehmenden Umsetzung der Open-Access-Idee entstehen in der deutschen wie der internationalen Forschungslandschaft neue Modelle der wissenschaftlichen Informationsversorgung und der Wissenschaftskommunikation. So betreiben inzwischen über die Hälfte der forschungsorientierten deutschen Universitäten ein institutionelles Repositorium. Open-Access-Repositorien bieten damit perspektivisch eine ideale Basisinfrastruktur für den Umgang mit wissenschaftlichen Publikationen: weltweite Zugänglichkeit, verbesserte Sichtbarkeit, zudem Mehrwertdienste wie fachliche und fachübergreifende Recherche-Optionen, Nutzungsstatistiken und Zitationsanalysen. Der Beitrag gibt einen aktuellen Überblick und zeigt die derzeitigen Rahmenbedingungen und Entwicklungen, aber auch Entwicklungshindernisse der deutschen Repositorienlandschaft auf. Zugleich werden Initiativen einbezogen, die Verlage, Autoren und allgemein Informationsanbieter an Praktiken des Open Access heranführen.

Schlüsselwörter: Open Access, Repositorien, Wissenschaftskommunikation, Publikationsmodelle, Netzwerke, Policies, Mandate, Verlage, Bibliotheken