Repositorien: Der grüne Weg zu Open Access Publishing aus der Perspektive einer Forschungsförderungsorganisation

Falk RECKLING, Bruno BAUER Repositorien: Der grüne Weg zu Open Access Publishing aus der Perspektive einer Forschungsförderungsorganisation: 10 Fragen von Bruno Bauer an Falk Reckling, Mitarbeiter des FWF Der Wissenschaftsfonds

Zusammenfassung: Befürworter von Open Access Publishing fordern, das etablierte wissenschaftliche Publikationswesen, insbesondere das System der subskriptions- und lizenzfinanzierten wissenschaftlichen Zeitschriften, durch das Open Access Publishing-Modell zu ersetzen. Wissenschaftliche Fachpublikationen sollen unmittelbar und kostenfrei über das Internet zugänglich sein , wobei das Copyright beim Autor bleibt.
Stand dabei zunächst die Primärpublikation eines wissenschaftlichen Fachartikels in einer Open Access Zeitschrift im Mittelpunkt, so verlagerte sich der Handlungsschwerpunkt der Open Access Befürworter in jüngster Zeit auf die Zweitpublikation in der Form der Selbstarchivierung von wissenschaftlichen Fachartikeln in institutionellen Repositorien.
Das aktuelle Interview mit Falk Reckling informiert über den FWF Der Wissenschaftsfonds (http://www.fwf.ac.at) und dessen Einschätzung von Open Access. Thematisiert werden sowohl der Goldene Weg zu Open Access als auch der Grüne Weg zu Open Access sowie die Kostenfrage. Angesprochen werden auch die Voraussetzungen für einen Paradigmenwechsel zu Open Access Publishing, Perspektiven für das wissenschaftliche Publikationswesen 2020 sowie die mögliche zukünftige Rolle von Bibliotheken.

Schlüsselwörter: Open Access Publishing, Wissenschaftliches Publikationswesen, Zukunft, Grüner Weg, Institutionelles Repositorium, Forschungsförderungsorganisation, FWF Der Wissenschaftsfonds

The EPrints story: Southampton as the cradle of institutional self-archiving

Christian GUMPENBERGER: Die EPrints-Story: Southampton – die Wiege der institutionellen Selbstarchivierung

Zusammenfassung: Die Idee zur institutionellen Selbstarchivierung entstand vor 15 Jahren, hat im Laufe der letzten Jahre an Bedeutung gewonnen und ist offensichtlich von Bestand. Die Bewegung ist untrennbar verbunden mit der Universität Southampton, UK, einer Pionierinstitution der Selbstarchivierung. Dieser Artikel beschreibt die unermüdliche Mitwirkung von Southampton an der Selbstarchivierungs-Bewegung und erzählt zugleich die Geschichte von EPrints, der ersten frei verfügbaren Software zur Errichtung von institutionellen Repositorien. EPrints hat sich mittlerweile zu Open Source Software für umfangreiche und leistungsstarke Informationsdrehscheiben entwickelt und ist weltweit nach wie vor eine der meist verwendeten Plattformen für Repositorien. Institutionen mit limitierten Fachkenntnissen oder begrenzten Personalressourcen haben zudem die Möglichkeit, Gebrauch von den nicht-gewinnorientierten EPrints Services zu machen, um ihr EPrints Repositorium funktionstüchtig zu bekommen und zu erhalten.

Schlüsselwörter: EPrints, Universität Southampton, School of Electronics and Computer Science, Selbstarchivierung, institutionelles Repositorium, digitales Repositorium, EPrints Services