Der österreichische Weg zur wissenschaftlichen Integrität

Nicole Föger: Der österreichische Weg zur wissenschaftlichen Integrität

Zusammenfassung: Die Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität wurde als Verein gegründet und zählt mittlerweile 37 Wissenschaftsorganisationen als Mitglieder. Sie hat zwei große Aufgabenbereiche: Der eine umfasst die Untersuchung von Fällen wissenschaftlichen Fehlverhaltens, der andere die Bewusstseinsbildung, was gute wissenschaftliche Praxis ist und was sie für den Forschungsalltag bedeutet. Plagiate sind nur eine Kategorie des wissenschaftlichen Fehlverhaltens, sie werden in der internationalen Wissenschaftsgesellschaft oft milder bewertet als andere Kategorien wie etwa Datenfälschungen oder Datenerfindungen. Die Argumentation ist, dass letztere größere Schäden anrichten können. Plagiaten auf die Schliche zu kommen, ist durch kommerzielle Software, die Textübereinstimmungen erkennt, zum Teil einfacher geworden. Andererseits sind sie durch entsprechende Lehrveranstaltungen über richtiges Zitieren auch relativ einfach zu vermeiden: Richtiges Zitieren kann wie ein Handwerk erlernt werden. Darüber hinaus muss auch das Bewusstsein vermittelt werden, wozu man kennzeichnen soll, woher bestimmte Informationen kommen. Hier ist es sicher sinnvoll, schon in Schulen mit Prävention zu beginnen.

Schlüsselwörter: Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität (OeAWI), akademisches Fehlverhalten, Plagiat, Plagiatsvermeidung, gute wissenschaftliche Praxis

Die Integration von Tablet-Computern in das Medizinstudium. Teil 1: Eine Umfragestudie unter den Studierenden der Medizinischen Fakultät der Universität Münster

Jan C. Becker, Dennis Görlich und Oliver Obst: Die Integration von Tablet-Computern in das Medizinstudium. Teil 1: Eine Umfragestudie unter den Studierenden der Medizinischen Fakultät der Universität Münster

Zusammenfassung: In einer breit angelegten Umfragestudie unter den Studierenden der Medizinischen Fakultät der Universität Münster sollte die Art und Weise der Benutzung von Smartphones und Tablet-Computern sowie Wünsche und Erwartungen bzgl. der Vorlesungen, der Studienorganisation und der Kommunikation mit den Lehrenden erfasst werden. Dazu wurden 942 Studierenden der Human- und Zahnmedizin online befragt. 35% der Studierenden besaßen ein Tablet, weitere 9% planten, sich eines zu kaufen. 62% der Studierenden gaben an, dass Tablets zum Lernen ausgereift seien. 63% gaben an, dass Smartphones und Tablets die Gefahr bergen würden, sie in Unterrichtsveranstaltungen abzulenken. 84% nutzten ihr Smartphone oder Tablet für die Organisation des Studiums bzw. für Recherchezwecke. 75% gaben an, ihr Smartphone bzw. Tablet zur Gruppenarbeit zu gebrauchen. Deutlich mehr als die Hälfte (58%) nutzten ihr Gerät auch zur Prüfungsvorbereitung. 51% annotierten Vorlesungsfolien mit ihrem Gerät und 45% nutzten Online-Lehrbücher. 41% machten eigene Notizen auf dem Gerät und 33% nutzten die Angebote der Fakultät für E-Learning. Des Weiteren wurde untersucht, welche Informationsquellen die Studierenden nutzten und welche Wünsche sie bezüglich der Studienorganisation hatten. Mobile Computer sind weit verbreitet unter Studenten. Sie bieten einen einzigartigen und mobilen Zugang für alle Arten von studienbezogenen Ressourcen, wie z.B. E-Books. Der mobile Zugriff auf Daten wird die medizinische Ausbildung stark beeinflussen. Fakultät und Bibliothek arbeiten an der Integration und Einbettung dieser Ressourcen in die medizinische Ausbildung.

Schlüsselwörter: Tablet-Computer, Medizin, Studienorganisation, Studierende, Bibliothek

Medizinbibliothekarische Bibliografie 2014

Bruno Bauer: Medizinbibliothekarische Bibliografie 2014

Zusammenfassung: In der Medizinbibliothekarischen Bibliografie 2014 sind sämtliche Beiträge von GMS Medizin – Bibliothek – Information sowie medizinbibliothekarisch relevante Beiträge in folgenden Zeitschriften erfasst: ABI Technik, Bibliothek Forschung und Praxis, Bibliotheksdienst, B.I.T. online, BuB: Forum Bibliothek und Information, Information – Wissenschaft & Praxis, Journal of the European Association for Health Information and Libraries, Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Zeitschrift für Bibliothekswesen & Bibliographie.

Schlüsselwörter: medizinische Bibliothek, Medizinbibliothekar, Bibliografie 2014

Plagiate finden und vermeiden

Helmut Dollfuß und Natascha Miljković: Plagiate finden und vermeiden

Zusammenfassung: Das vorliegende Heft der Zeitschrift GMS Medizin – Bibliothek – Information beschäftigt sich in erster Linie mit den Themen Plagiat und Plagiatprävention. Weiters gibt es einen Bericht aus der AGMB und Oliver Obst startet eine Veröffentlichungsreihe über mobile Bibliotheksanwendungen. Als Gasteditoren dieses Schwerpunktheftes fungieren Natascha Miljković und Helmut Dollfuß.

Schlüsselwörter: Plagiat, Plagiatprävention, AGMB, mobile Bibliotheksanwendung, Tablet-PC

GMS MEDIZIN – BIBLIOTHEK – INFORMATION 1-2/2015 online zugänglich !

Heft 1-2/2015 von GMS MEDIZIN – BIBLIOTHEK – INFORMATION wurde letzte Woche freigeschaltet. Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe:Plagiate und Plagiatsvermeidung“.

Inhaltsverzeichnis

  • Editorial
    Plagiate finden und vermeiden
    Dollfuß H, Miljković N
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc01 (20150812)
  • Mitteilung
    Aus der AGMB
    Hentschel E
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc02 (20150812)
  • Bibliografie
    Medizinbibliothekarische Bibliografie 2014
    Bauer B
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc03 (20150812)
  • Die Integration von Tablet-Computern in das Medizinstudium. Teil 1: Eine Umfragestudie unter den Studierenden der Medizinischen Fakultät der Universität Münster
    Becker JC, Görlich D, Obst O
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc04 (20150812)
  • Buchbesprechung Plagiate und Plagiatsvermeidung
    Buchbesprechung: Why do we quote? The culture and history of quotation
    Miljković N
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc05 (20150812)
  • Fachbeitrag Plagiate und Plagiatsvermeidung
    Der österreichische Weg zur wissenschaftlichen Integrität
    Föger N
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc06 (20150812)
  • Interview Plagiate und Plagiatsvermeidung
    Plagiate und Plagiatsvermeidung an der MedUni Wien: 11 Fragen an Curriculumsdirektor Stefan Böhm von Helmut Dollfuß
    Böhm S, Dollfuß H
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc07 (20150812)
  • Fachbeitrag Plagiate und Plagiatsvermeidung
    Plagiatsprävention als Herausforderung für die Schreibdidaktik. Ein Erfahrungsbericht aus dem Schreibzentrum der FHWien, der Fachhochschule der Wiener Wirtschaftskammer (WKW)
    Fenzl R, Miglar K
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc08 (20150812)
  • Fachbeitrag Plagiate und Plagiatsvermeidung
    Analyse zurückgezogener Publikationen in der bibliografischen Datenbank Web of Science von 2004 bis 2014
    Dollfuß H
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc09 (20150812)
  • Fachbeitrag Plagiate und Plagiatsvermeidung
    Mehr Schaden als Nutzen? Problematischer Einsatz von Textvergleichsprogrammen zur vermeintlichen Plagiatsvermeidung
    Miljković N
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc10 (20150812)
  • Original Contribution
    The plagiarism euphemism parade continues
    Marcus A, Oransky I
    GMS Med Bibl Inf 2015; 15(1-2):Doc11 (20150812)

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Use of mobile devices in medical libraries and medical schools

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The new issue of JEAHIL is featuring the Use of mobile devices in medical libraries and medical schools. Alltogether 14 projects are listed troughout Europe.

Preface

Mobile devices change the way medicine is taught, learned and practiced. That’s a great challenge for libraries Obst O, p 4

Feature articles

Enhancement or replacement? Understanding how legitimised use of mobile learning resources is shaping how healthcare students are learning Fuller R Joynes V, p 7

Mobile technologies and medical education at Heidelberg University Library Gehrlein S, p 11

Design, development and implementation of a mobile learning strategy for undergraduate medical education Toro-Troconis M, Morton C, Bennie T, Leppington C, Hemani A, Lupton M, p 14

The Branch Library of Medicine Münster created a tablet toolbox for embedding mobile digital learning resources into the curriculum Obst O, p 21-22

Re-inventing the e-book: how tablets increased e-book take-up at Bern University Bissels G, p 23

From pilot to practice: iPads at the University of Helsinki Faculty of Medicine Masalin T, p 27

What are the attitudes of F1 doctors in Prince Philip Hospital towards their use of the iDoc app? Bruch S, Paget T, p 32

Abandoning native apps to become future friendly, Jergefelt M, p 36